
Freitag, 18.05.2012
„Die Verwaltungsausgaben fressen uns auf!“
David Ortmann erklärt, warum aus seiner Sicht die Chance einer Fusion von Tabarz, Waltershausen und dem Emsetal nicht verschenkt werden darf
Tabarz, Waltershausen und das Emsetal könnten vor einem Zusammenschluss stehen. Bleibt die Frage: Was bringt eine Fusion? Lokalreporter Jörg Rudolph hat einen befragt, der es wissen muss: David Ortmann, Vorsitzender der Stadtratsfraktion SPD-Bündnis 90/Die Grünen, hat vor zwei Jahren den Antrag eingebracht, der Bürgermeister Michael Brychcy beauftragt, Verhandlungen mit den umliegenden Kommunen aufzunehmen.
Herr Ortmann, Sie werben unermüdlich für einen Zusammenschluss des Emsetals mit der Gemeinde Tabarz und der Stadt Waltershausen. Warum machen Sie das? lnwiefern gewinnt die Stadt Waltershausen durch eine Fusion?
Wissen Sie, ich finde allein die Fragestellung unerträglich. Mittlerweile macht sich der Eindruck breit, als sei Waltershausen ein Bittsteller gegenüber den umliegenden Gemeinden. Dabei sind wir sowohl strukturell als auch wirtschaftlich am wenigsten auf einen Zusammenschluss angewiesen. Wir begreifen eine Fusion als riesige Chance für die Region.
Das sehen nicht alle so. Bei einer Sitzung des Tabarzer Gemeinderates in der vergangenen Woche wurden große Bedenken vorgetragen. so sei zum Beispiel der Brandschutz von Tabarz und Waltershausen nicht konform. Außerdem sei der Tabarzer ÖPNV auf das Emsetal ausgerichtet und nicht auf die Stadt Waltershausen ...
Wer so
argumentiert, ist unehrlich. Solche Gründe führen
Menschen auf, die im alten Kirchturmdenken verhaftet sind.
Brandschutz und
ÖPNV können auf dem Weg zum Ziel geklärt
werden. Noch einmal: Wer keine Fusion will, der sollte
ehrlich sein und das auch einfach so sagen. Fadenscheinige
Argumentationsketten sind unredlich.
Ein anderer Hinweis kam aus der Bevölkerung. Eine Bürgerin warnte, dass Gemeinden ab einer bestimmten Größe ineffizient werden und Nachteile für die Bürger mit sich bringen. Als Beispiel nannte sie die Stadt Essen.
Die Bürgerin hat Recht. lch kenne das Beispiel Essen. Das läuft dort nicht optimal. lch gebe allerdings zu bedenken, dass Essen eine Großstadt ist, die mitten im Ruhrpott liegt. ln Essen lebt über eine halbe Million Menschen in 50 Stadtteilen. ln Tabarz, Waltershausen und dem Emsetal leben 17 000 Menschen. lch finde, dass uns von Essen einiges trennt. Aber ich kann die Bedenken der Bürger verstehen. Das eigentliche Problem ist doch, dass sie bisher nicht mitgenommen wurden. Das muss sich ganz schnell ändern. Jetzt ist es wichtig, dass die Argumente auf den Tisch kommen. Gespräche über Gemeindefusionen dürfen nicht ausschließlich in Rathaus-Hinterzimmern erfolgen!
Was schlagen Sie vor?
lm Juni soll eine 6esprächsreihe in Tabarz, Waltershausen und dem Emsetal stattfinden. Die Bürgermeister Matthias Klemm, Michael Brychcy und Klaus Reißig haben bereits zugesagt. lch werde auch dabei sein. Die genauen Termine müssen allerdings noch einmal abgestimmt werden. Danach müssten die Verwaltungen und die Gemeinde- und Stadträte verhandeln. Und am Ende sollte der Bürger per Bürgerentscheid das letzte Wort haben.
Sie wollen, dass der Bürger entscheidet?
Natürlich. Wer soll denn sonst entscheiden? Die paar
Hanseln aus den Kommunalparlamenten?
Wichtige
Entscheidungen müssen von einer breiten Masse getragen
werden.
Die Kommunalordnung sieht dies aber nicht vor.
Aber die Kommunalparlamente können den Weg dafür frei machen.
Sie haben die erste Frage unseres Gesprächs noch nicht beantwortet.
Welche war das denn?
Was bringt eine Gemeindefusion?
Durch Abwanderung und Demografischen Wandel wird die Einwohnerzahl immer geringer. Mit dem Rückgang der Einwohner sinken auch die Schlüsselzuweisungen und die Steuereinnahmen der Kommunen. Die Verwaltungskosten bleiben jedoch gleich. Das heiߟt: Die Verwaltungsausgaben fressen uns auf. Dadurch haben wir weniger Geld für Schwimmbäder, Museen, Bibliotheken und Freizeiteinrichtungen. Auch wichtige Infrastrukturmaßnahmen und Bauvorhaben können nicht mehr finanziert werden. Wir werden also ohne einen Zusammenschluss von Jahr zu Jahr ärmer, nur weil wir nicht an einem Strang ziehen, sondern uns im Klein-Klein verheddern.
Und ein Gemeindezusammenschluss könnte helfen?
Natürlich. Langfristig könnte bis zu einem Drittel der
Personalkosten gespart werden. Auch die Schlüsselzuweisungen
vom Freistaat wären höher. Hinzu kommen die vielen kleinen
Synergieeffekte, die
wiederum tausende einsparen Geld,
das zum Beispiel für eine bessere Vermarktung der Region
oder die Förderung der Vereine eingesetzt werden könnte.
lm Umkehrschluss heißt das ja, dass die
Kommunen bereits Geld verlieren, weil sie nicht schon
längst einen Zusammenschluss beschlossen haben.
Schlimmer.
Was soll das heißen?
Weil der Prozess so lange dauert, wurden die finanziellen
Anreize wie die so genannte Hochzeitsprämie nicht
wahrgenommen. Eine Fusion zwischen dem Emsetal und
Waltershausen hätte den Höchstbetrag von einer Million Euro
in die Gemeindekassen gespült.
Ebenso hat die Möglichkeit
einer Teilentschuldung bestanden. Beide Anreize wurden vom
Gesetzgeber
mittlerweile abgeschafft. Dieses Geld ist
also verloren.
Viele Bürger haben Angst vor einem
Zusammenschluss, weil sie dann immer nach Waltershausen
aufs Amt müssten.
Blödsinn. Wie oft gehen Sie denn aufs Amt? Einmal im Jahr? Zweimal? Außerdem würden Bürgerbüros in Tabarz und dem Emsetal eröffnet. Diese könnten wochentags von 8 bis 18 Uhr und samstags von 8 bis 12 Uhr geöffnet werden - und wären trotzdem noch um ein Vielfaches günstiger als die derzeitigen Verwaltungsstrukturen. Zum Vergleich: Derzeit hat das Rathaus im Emsetal nur an einem Tag bis 18 Uhr geöffnet.
Wie geht's nun weiter?
Das Emsetal liegt seit 2009 unter der vom Gesetzgeber
geforderten
3 000-Einwohner-Grenze. Ein Zusammenschluss
mit einer anderen Gemeinde ist also unausweichlich. Deshalb
ist es wichtig, sich zu beeilen. Schließlich ist ein
freiwilliger Zusammenschluss besser, als vom Gesetzgeber
dazu gezwungen zu werden. Das geschieht, wenn die möglichen
Partner keine Ergebnisse der Gespräche vorlegen können.
Vielen Dank für das Gespräch.
Freitag,18.05.2012
Kreuch und Brychcy bilden eine Radrenn-Koalition
TMP-Tour am Freitag mit Wettbewerben für Jugendliche ,Lizenzfahrer und Prominente
Von Dirk Bernkopf
Gotha. Am kommenden Freitagnachmittag
startet um 15:30 Uhr in Gotha-West die 14. TMP-Jugendtour,
eine Drei-Etappenfahrt für junge Straßenradfahrer. Zuerst
gehen ab 15.35 Uhr Kinder in zwei Volkssportrennen (bis 10
Jahre und 11-15 fahre) auf den 900-m-Kurs am Kinder- und
Jugendklub ,,Zelle", in dem gleichzeitig noch ein
großes
Kinderfest gefeiert wird. Nachmeldungen sind bis kurz vor
dem Start möglich. Neben den anschließenden Rennen der
Lizenzfahrer dürfen sich die Besucher auf das
Prominenten-Rennen ab 19 Uhr freuen. An der Seile von
ehemaligen Radsportlern der Region wird beispielsweise
Bernhard Helbing, TMP-Geschäftsführer und langjähriger
Namensgeber der Tour, lokale
Politiker im sportlichen
Wettstreit herausfordern.
Wer lenkt und wer tritt,
steht noch nicht ganz fest
Wie Helbing setzt auch Gothas Oberbürgermeister Knut
Kreuch(SPD) auf die Kraft zweier Sportlerherzen und startet
gemeinsam mit Waltershausens Bürgermeister Michael
Brychcy(CDU) auf einem Tandem. „lch lenke und Michael
tritt", war dazu aus dem Gothaer Rathaus zu vernehmen.
Stadtsprecher Maik Märtin rechnet dagegen mit einem
Positionswechsel im Rennverlauf, es sind schließlich in der
Rennzeit von 20 Minuten mehrere Runden zu bewältigen.
Beide Bürgermeister wollen jedenfalls die ,,harte
Knochenarbeit des Radsports" einmal selbst erleben.
Auch
die Stadtratsfraktionen haben eigene Fahrer im Kampf um den
Sieg aufgestellt. So tritt Marcel Dittrich für die Linken in
die Pedale, die Fraktion SPD/Grünen hat mit Matthias Wenzel,
Nick Denner, Ex-Radsportler Matthias Müller und Albrecht
Loth gar eine Vierer-Mannschaft gemeldet.
Die
Veranstalter des RSC Waltershausen-Gotha wünschen sich einen
hohen Zuschauerzuspruch.
Montag, 14.05.2012
Jungsozialisten wollen
Abwanderung stoppen
Kongress
im Gothaer Tivoli unter Beteiligung von SPD-Politikern aus
Kreisstadt, Land und Bund
Von Heiko
Stasjulevics
Gotha. Entscheidend für eine
bürgergerechte Politik sei die Basisarbeit. Nur hier könne
man erfahren, was die Menschen bewegt und wie sie sich die
Zukunft vorstellen. Das sind Aussagen des
Juso-Kreisverbandes, die am Samstag im Tivoli beim ,,Stay
East"-Kongress debattiert wurden. Der englische Begriff
bedeutet ,,Bleib' im Osten".
Der SPD-Nachwuchs
diskutierte mit zahlreichen Gästen auch über die Problematik
der Abwanderung junger Menschen aus Thüringen. Zu den
thematischen Schwerpunkten gehörten außerdem Arbeit,
Bildung, Kultur sowie Stadtteilarbeit. Etwa 50 junge Leute
aus ganz Thüringen waren da. Zu den Gesprächspartnern
zählten beispielsweise Carsten Schneider,
haushaltspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion,
und Prof. Dr. Michael Behr, Abteilungsleiter für
Arbeitsmarktpolitik und berufliche Bildung im Thüringer
Wirtschaftsministerium.
Peter Leisner,
Juso-Kreisvorsitzender, zog gegenüber unserer Zeitung ein
kurzes Zwischenfazit: So habe sich der Freistaat inzwischen
zu einem beliebten Zuwanderungsland gewandelt. Es gebe zwar
leider
immer noch Abwanderungen, aber in letzter Zeit
habe sich dieser Trend deutlich verringert. Als Ursachen
hätten die Arbeitsmarkt- und Finanzexperten die
prosperierende Wirtschaft ausgemacht, so Peter Leisner.
Weiter zählte er die kulturelle Vielfalt mit entsprechenden
Angeboten auf, die Möglichkeiten, die kleinen Kinder in
Krippen und Kitas unterzubringen. Allmählich werde es auch
mit den Löhnen und Gehältern besser, sagte der 23-Jährige.
Trotzdem sei noch viel Engagement seitens der Politik nötig,
um das
Land weiter voranzubringen, attraktiver zu machen,
damit noch mehr junge Leute nach Thüringen kommen oder gar
nicht erst weggehen. Die SPD-Nachwuchsorganisation werde
ihren Beitrag dafür leisten, konstatiert der
Wirtschaftsstudent, der den Jusos mit seinen 77 Mitgliedern
im Landkreis vorsteht.
Auch der Stadtteilarbeit, vor
allem der Weiterbildung von sozial Benachteiligten,
Spätaussiedlern und Migranten, müsse man sich weiter
intensiv widmen und bürgerschaftliches Engagement fördern.
Am Nachmittag setzten die Teilnehmer die Diskussion mit der
Bundestagsabgeordneten Iris Gleicke, dem
Landtagsabgeordneten Matthias Hey und Gothas
Oberbürgermeister Knut Kreuch fort.

Freitag, 11.05.2012
Heftig umworbenes Emsetal
Mögliche Gemeindefusion zwischen Tabarz, dem Emsetal und Waltershausen soll an Themenabenden diskutiert werden
von Klaus-Dieter Simmen
Emsetal. Das Emsetal stand am
Mittwochabend im Mittelpunkt - auch wenn von dort kein
Vertreter des Gemeinderates anwesend war. Matthias
Klemm(SPD), Bürgermeister von Tabarz, berichtete in der
neuen Tabarzer Begegnungsstätte von einem
Sondierungsgespräch zur Gemeindefusion. Der Tabarzer
Gemeinderat sprach sich für eine Fusion aus. Seit Wochen
schlagen die Wogen hoch. Tabarz strebt die Verschmelzung mit
dem Emsetal an, das wegen schwinden - den Einwohnerzahl in
absehbarer Zeit seinen hauptamtlichen Bürgermeister verliert
und um eine Fusion nicht umhin kommt.
Allerdings
liebäugelt Emsetal-Bürgermeister Klaus Reißig(CDU) eher mit
Waltershausen.
Die Bürger aus Emsetal, die nach Tabarz
gekommen waren, interessierte vornehmlich, inwieweit sie von
den Tabarzer Schulden belastet würden und wie es denn mit
den Schlüsselzuweisungen gehandhabt wird.
"Natürlich hat
Tabarz mehr Schulden als das Emsetal", bekannte Klemm,
,"aber das bedeutet nicht, dass im Fall einer Fusion die
Nachbarn für unsere Schulden aufkommen müssen."
Es müsse
vorab vertraglich geregelt sein, dass die Verbindlichkeiten
aus eigener Wirtschaftskraft bedient werden.
Für Klemm
war es ein erstes Kennenlernen. ,,Details standen noch gar
nicht auf der Tagesordnung", sagt er und unterstreicht, dass
nach seiner Ansicht das Emsetal und Tabarz ein perfektes
Paar abgeben. Beide seien ländlich geprägt und hätten eine
gleiche Struktur. Das von Reißig und auch Waltershausens
Bürgermeister Michael Brychcy (CDU) ins Gespräch gebrachte
Dreierbündnis Waltershausen-Tabarz-Emsetal ist dabei auch
für Klemm denkbar. "Wichtig ist, dass Bewegung in die Sache
kommt.,"
Reißig begründete im Vorfeld sein
Fernbleiben damit, ihn habe die Einladung zu spät erreicht.
,"Diese wurden drei Wochen vor dem Termin verschickt",
versichert Klemm, der einen Brief vom Bürgermeister
des
Emsetals erhielt. Darin heißt es, dass "zu einer sachlichen
Diskussion aussagekräftige Grundlagen Voraussetzung" sind.
,,Die Gemeinde Emsetal erarbeitet zur Zeit diese Grundlagen
im Hinblick auf eine
Veränderung der Struktur im Jahre
2014. Deshalb halten wir eine Diskussion zum jetzigen
Zeitpunkt nicht für sinnvoll. "Auch könne er, Reißig, die
Aufregung in Tabarz nicht verstehen: "Wir müssen uns doch
einen Partner suchen, nicht etwa Tabarz."
Für Reißig ist
klar: ,"Wir wollen nach Waltershausen und Waltershausen will
uns." Dass darüber Gesprächsbedarf mit den Bürgern besteht,
weiß Reißig und will im Juni Veranstaltungen organisieren,
auf denen auch die Bürgermeister von Tabarz und
Waltershausen ihre Meinung vortragen können.
David
Ortmann, SPD-Vorsitzender in Waltershausen, soll die
Gesprächsreihe moderieren. Der 29-jährige hatte 2010 als
Vorsitzender der Fraktion SPD / Grüne einen Stadtratsantrag
eingebracht, der die Verhandlungsaufnahme der Stadt
Waltershausen mit den umliegenden Gemeinden zu einer
eventuellen Gemeindefusion vorsieht. Dieser Beschluss soll
Grundlage für die Gespräche zwischen den Vertretern der drei
Kommunen sein. Nun sei es wichtig, die Verhandlungen unter
Einbeziehung der Bevölkerung zügig zum Erfolg zu führen,
meint Ortmann:"Schließlich bleibt nicht mehr viel Zeit." Am
31. Dezember 2013 sei Stichtag. Danach entscheide der
Gesetzgeber. Es sei besser, einer freiwilligen Fusion
zuzustimmen als vom Freistaat gezwungen zu werden. Dies
werde nötig, wenn die Kommunen keine Ergebnisse vorlegen
können.
Mittwoch, 09.05.2012
Tabarz will das Emsetal
Tabarzer Bürgermeister Matthias Klemm (SPD) lädt heute Abend zur Diskussion ein
Tabarz. "Gemeindefusionen dürfen kein
Tabu mehr sein", fordert Matthias Klemm (SPD) in einer
Pressemitteilung an unsere, Zeitung. Der Bürgermeister der
Gemeinde Tabarz meint: "Schon heute haben wir enorme
Verwaltungsausgaben. Wer in Zukunft gestalten und nicht
nur verwalten will, darf sich kommunalen Zusammenschlüssen -
nicht verweigern." Das gelte für das Emsetal ebenso wie zum
Beispiel für Waltershausen und Tabarz. Seine
Lieblingskonstellation sei eine Fusion mit dem benachbarten
Emsetal, schreibt Klemm.
Für ihn ,"passen die ländlich
geprägten Gemeinden gut zusammen".
Einem eventuellen
Zusammenschluss des Emsetals mit der Stadt Waltershausen
räume er kaum Chancen ein. ,,Es ist wahrscheinlich, dass
der Gesetzgeber einen Zusammenschluss zwischen dem Emsetal
und Waltershausen verhindern wird". Schließlich verbinde
Waltershausen und das Emsetal nur eine rund 200 Meter lange
gemeinsame Grenze tief im Lauchschen Holz. Für den heutigen
Mittwoch lädt hat Matthias Klemm zur öffentlichen
Gemeinderatssitzung nach Tabarz eingeladen. Ab 19 Uhr sollen
die Gemeinsamkeiten zwischen den Ortschaften erörtert
werden. Zu dieser Diskussion hat Bürgermeister Klemm auf
Beschluss des Gemeinderates
auch die Emsetaler
Gemeinderatsmitglieder und ihren Bürgermeister eingeladen,
um ein erstes Kennenlernen zu ermöglichen. Laut dem
Tabarzer Bürgermeister könnte das der erste Termin in
einem wichtigen Orientierungsprozess sein. "Ich sehe groߟen
Handlungsbedarf
in unserer Region," so Klemm. ,,Wer
diesen negiert und die notwendigen Schritte blockiert,
verspielt bewusst die Zukunftsfähigkeit unserer Gemeinden
und das Vertrauen der Bürger."
Samstag, 05.05.2012
100. Mitglied im Bibliothekskreis
Matthias Hey unterstützt Vereinsarbeit
Gotha. Im sechsten Jahr seines Bestehens
kann der Freundeskreis der Forschungsbibliothek
mit dem
Landtagsabgeordneten Matthias Hey (SPD) sein 100. Mitglied
begrüßen, teilte die
Forschungsbibliothek mit. Hey, der
dem Verein schon seit langem verbunden ist, vergrößert damit
die Schar der Prominenten, die die historische Bibliothek
auf Schloss Friedenstein unterstützen. So ist auch Katrin
Göring-Eckardt(Bündnis 90/Die Grünen), Vizepräsidentin des
Deutschen
Bundestages, seit einiger Zeit Mitglied des
Freundeskreises.
,,Matthias Hey hat durch die Spenden
anlässlich seiner bereits weit über Gotha hinaus bekannten
Illuminaten-Führungen viel zur Unterstützung der
Vereinsarbeit beigetragen. Dass
er seine Verbundenheit
nun auch durch eine Mitgliedschaft dokumentieren will, freut
uns
umso mehr", so Prof. Georg Schuppener, Vorsitzender
des Freundeskreises. Seit seiner Gründung 2006 ist der
Freundeskreis kontinuierlich gewachsen und inzwischen zu
einem wichtigen Bestandteil des Gothaer Kulturlebens
geworden.
,,Veranstaltungen wie die Lesung mit Prinz
Asfa-WossenAsserate im vergangenen Oktober
sind ohne
breit gefächerte Unterstützung gar nicht zu realisieren,
schon gar nicht in finanzieller Hinsicht", weiß Schuppener
zu berichten. Dabei garantierten gerade solche Glanzlichter
die notwendige überregionale Aufmerksamkeit, die für den
Auftrag und die Weiterentwicklung der Bibliothek unabdingbar
sei.
Quelle: ae
Mittwoch, 25.04.2012
Lottomittel für Baumhaus
Gotha. Das Team der Kindertagesstätte
"Haus der Marienkinder" Gotha und der Förderverein der
Einrichtung sind ihrem großen Ziel ein Stück näher gekommen:
Seit langem ist der Bau eines Baumhauses für die Kinder
geplant, der nun durch Geld aus Lottomitteln des Freistaates
Thüringen unterstützt wird. "Das Kultusministerium stellt
4000 EUR für die Errichtung des Baumhauses bereit', freut
sich Matthias Hey, Gothaer SPD-Abgeordneter des Thüringer
Landtages, der die Antragstellung für eine finanzielle
Förderung unterstützt hatte.
Gestern Nachmittag übergab
Hey gemeinsam mit dem Gothaer Oberbürgermeister Knut Kreuch
(SPD) den Scheck an die Kindertagesstätte.

Dienstag, 24.04.2012
Auszug aus TA-Artikel: Zurück in den Alltag VON AXEL EGER
„ …
Der SPD-Landtagsabgeordnete Werner Pidde sah durchaus einen
Zusammenhang: "Das Traumergebnis für Knut Kreuch hat
gezeigt, dass schmutziger Wahlkampf eher zum Gegenteil
führt." Auch sein Landtagskollege und SPD-Ortsvereinschef
Matthias Hey glaubt, dass ein "provokantes Plakat der jungen
Union viele Menschen erboste" und erst recht zur Wahl
führte.
Bernd Fundheller, Kreischef der Linken, führte die klaren Siege von Oberbürgermeister Knut Kreuch (SPD) und Landrat Konrad Gießmann(CDU)darauf zurück, dass beide „einiges geleistet haben“, auch wenn sicher nicht alles „deren eigenem Ansinnen entsprungen ist“, sagte Fundheller. ...“
Montag, 23.04.2012
Solchen Hass hatte ich noch nie gespürt
Knut Kreuch setzt weiter auf Bürgernähe
Wie sagen Sie zu diesem Wahlergebnis?
Ich empfinde es als persönliche Wertschätzung meiner Arbeit. Es ist auch ein Votum der Menschen für ihre Stadt.
War der Wahlkampf härter als vor sechs Jahren?
Wesentlich härter. Solche massiven persönlichen Angriffe hatte ich zuvor noch nicht erlebt. Das hat mich und meine Familie sehr betroffen gemacht. Diese Härte hatte ich nicht gekannt und auch solchen Hass bisher noch nie gespürt.
Was gab aus Ihrer Sicht den Ausschlag für den Sieg?
Ich bin mit all meinen Sinnen bürgernah. Bürgernah mit den Ohren, bürgernah mit den Augen, bürgernah mit dem Mund. Der Kreuch ist nunmal so. Das haben die Menschen gespürt.
Welchen Auftrag nehmen Sie aus Ihrem Triumph mit?
Meine Arbeit mit Schwung fortzusetzen und dabei nicht abzuheben, sondern immer schön bodenständig zu bleiben.
Wem haben Sie auf dem Weg zu Ihrer Wiederwahl das meiste zu verdanken?
Uwe Walther und den Jusos. Walther hat mich immer wieder angetrieben mit seinen Ideen. Deshalb bin ich auch nicht so glücklich über sein Ergebnis bei der Landratswahl. Sehr viel verdanke ich natürlich meiner Familie: meiner Frau, meinen Kindern, meiner Mutter.
Was ist , jetzt die vordringlichste Aufgabe für Gotha?
Wir müssen die Gräben zuschütten, die sich im Wahlkampf aufgetan haben gemäß der alten Weisheit "Friede ernähret, Unfriede verzehret".
Quelle: ae
Montag, 23.04.2012
Der 76-Prozent-Mann
Wahl 2012 Gothas SPD feiert Knut Kreuch den überragenden Wahlsieger. Oberbürgermeister bleibt sechs weitere Jahre im Amt. Matthias Kaiser(CDU), Alexander Linß(für Linke) und Dietrich Wohlfahrt(Freie Wähler) bleiben jeweils unter 10 Prozent
VON AXEL EGER
Gotha. Solch eine Chance lässt sich Knut Kreuch nicht
entgehen. Kurz nach halb acht gestern Abend fuhr Gothas
SPD-Oberbürgermeister staatskarossenmäßig vor dem
historischen Tivoli vor, und im ersten Moment erschien es
der ungeduldig wartenden SPD-Anhängerschaft, als wolle da
einer zum Casting für ein Modemagazin. Knallrote
Schlauchhose, pechschwarze Schuhe, kariertes Jacket. Die
Haare kurz geschoren, was seinem Aussehen sowohl etwas
Kämpferisches als auch jugendliches gab. "Das ist unser
Tag", rief er den Genossen zu, die schnell noch Rio Reiser
und den "König von Deutschland" aufgelegt hatten.
Der
Landtagsabgeordnete Matthias Hey stand mit einem
Blumenstrauß bereit und begrüßte unter Applaus "den Mann,
der bis 2018 unser Oberbürgermeister ist." "Warum nur so
kurz?", fragte Kreuch zurück.
Dann klingelte sein Handy,
der letzte Stand der Hochrechnungen. Natürlich konnte schon
lange nichts mehr schief gehen. Aber die Zahlen waren so
schön, so schmeichelnd, dass er sie noch einmal in die Menge
diktierte. 76,4 Prozent für ihn. jeweils keine 10 Prozent
für die drei Konkurrenten. "Freunde feiert, hieß sein Fazit.
Nebenan am Bratwurststand wurden eilig neue Würste
aufgelegt, denn die erste Ladung war schon eine Stunde zuvor
über den Rost gegangen. Kreischefin Petra Heß hatte da mit
Blick auf das verheißungsvolle Zwischenergebnis den
hochphilosophischen Satz gesagt: "Leute, in Gotha brennt
nichts mehr an, legt ein paar Würste auf.“
Der
Durchmarsch für Kreuch deutete sich schon 20 Minuten nach
Schließung der Wahllokale an. Bei Auszählung von sechs
Stimmbezirken lag er bereits deutlich über der
50-Prozent-Marke, dem Scharfrichter
für eine mögliche
Stichwahl.
Per Laptop und Beamer wurde auf der Wahlparty
im Tivoli aus Hoffnung schnell Gewissheit. Was die Seiten
des Statistischen Landesamtes noch nicht anzeigten, ergänzte
Hey per Handy-Information. So kam etwa aus Gotha-Ost die
Nachricht, dass Kreuch dort 228 von 305 Stimmen erhalten
habe.
Gothas SPD-Finanzdezernentin Marlies Mikolajczak
atmete irgendwann tief durch: "Solch einen harten Wahlkampf
habe ich hier in 20 Jahren noch nicht erlebt." Petra Heß sah
ein zufriedenstellendes SPD-Ergebnis für den Kreis, auch
wenn sich ihre Prophezeiung nicht erfüllte, dass
Landratskandidat Uwe Walther die 20 Prozent schafft. Dennoch
habe er "getan, was er tun konnte: "An ihm lag's nicht",
sagte Heß und erwähnte den Amtsinhaberbonus Gießmanns.
Darauf verwies ein paar hundert Meter vom Tivoli entfernt
und ebenso im Bratwurstdunst, auch
CDU-Oberbürgermeisterkandidat Matthias Kaiser, der über sein
Ergebnis "enttäuscht, vor allem aber erschrocken" war.
Für erschrockene Gesichter gab es bei der SPD wiederum
keinen Grund. Matthias Hey besaß sogar die Muße für ein
anderes Resultat: "Hannover-Freiburg nullnull", verkündete
er. Doch irgendwie passte das nicht recht - so ein Duell
ohne Sieger.
Kommunalwahl 2012
Oberbürgermeisterwahl Gotha, Ergebnisse in Prozent
Wahlbeteiligung 46,8%
Matthias Kaiser CDU 9,6
Alexander Linß
parteilos, für Linke 7,2
Knut Kreuch
SPD 76,5
Dietrich
Wohlfahrt Freie Wähler 6,8

Samstag, 14.04.2012
Verhärtete Fronten
Gemeinderat in Günthersleben-Wechmar bekräftigt seine Beschlüsse: Öffentliche Gebäude bleiben vorerst ohne Anschluss für Bioenergie. CDU und BfGW wollen Austritt der Gemeinde aus Bürgergenossenschaft. Bürgermeister Frank Ritter (SPD) kämpft weiter
von Axel Eger
Wechmar. Es war wie beim Schach. Es gab
nur Schwarz und Weiß. Keine Zwischentöne. Und am Ende, nach
einer hitzigen Stunde, ging alles ziemlich schnell. Der
Gemeinderat von Günthersleben-Wechmar bekräftigte mit den
Stimmen der Fraktionen von CDU und "Bürger für
Günthersleben-Wechmar" (BfGW) genau das, was er bereits vier
Wochen zuvor beschlossen hatte: Die öffentlichen Gebäude der
Gemeinde sollen vorerst nicht an das geplante
Biomasseheizwerk angeschlossen werden.
Bürgermeister
Frank Ritter (SPD) hatte in der schon am 13.März besiegelten
Ablehnung einen Widerspruch zu einem anderen, lange vorher
gefassten Gemeinderatsbeschluss gesehen - nämlich dem, als
Gemeinde den Erneuerbaren Energien verpflichtet zu sein. Und
so nahm er sein Recht wahr, innerhalb einer Monatsfrist
erneut die Gretchenfrage "Wie haltet ihr's mit der Energie?"
zu stellen. Er habe sogar die Pflicht, so Uwe Szpöt,
Fraktionschef SPD/Offene Liste, um dem Gemeinderat die
Gelegenheit zu geben, die aus Bürgermeister-Sicht
rechtswidrigen Beschlüsse zu korrigieren.
Seine
Gegenspieler indes blieben bei ihrem bewährten Hauptargument
- der Wirtschaftlichkeit. CDU-Fraktionschef Christian Riedel
hatte im März Zahlen vorgelegt, wonach der Gemeinde durch
die Umstellung auf die neue Energie Mehrkosten von jährlich
rund 7500 Euro entstehen. Ute Spittel (BfGW) konterte den
Verweis auf den einstigen Ratsbeschluss zu den Erneuerbaren
Energien mit Blick auf die noch funktionierenden
Gasheizungen:"Wir sind gar nicht gezwungen, jetzt etwas zu
ändern. Und wenn, muss es nicht unbedingt Biomasse sein."
Zur Wirtschaftlichkeit hatte Ritter im März eine Studie bei
der "Bioenergie Beratung Thüringen" (Biobeth) in Auftrag
gegeben. Allerdings lag diese zur Versammlung nicht allen
Gemeinderatsmitgliedern vor, was CDU und BfGW heftig
kritisierten. Ritter wies den Vorwurf der Geheimniskrämerei
gegenüber unserer Zeitung zurück. Hätte es wie geplant eine
nicht öffentliche Aussprache gegeben, hätte er am Abend
ohnehin allen die Zahlen auf den Tisch gelegt.
Noch
schärfer allerdings wurden die Differenzen bei der
Interpretation der Studie. Laut Ritter ergebe die Biobeth-Analyse,
dass die neue Energie sich spätestens nach fünf Jahren
rechne. Riedel dagegen, der gestern Vormittag die Zahlen
studierte, sah diese gar nicht so weit weg von seinen
eigenen Berechnungen. Knappe 7000 statt 7500 Euro Mehrkosten
durch neue Energie - das sage die Studie. Und: Frühestens
nach 14 Jahren sei alles amortisiert.
Riedel und Spittel
verwiesen noch auf ein weiteres Argument: Seit vier Wochen
gebe es ein von der Gemeinde eingeholtes Sonder-Angebot des
Gasversorgers Ohra-Hörselgas. Dazu konnte Ritter ("Ich prüfe
das umgehend") am Abend keine Aussage machen. Laut Riedel,
der gestern mit Ute Spittel Einsicht bekam, würden damit
jährlich "noch einmal mehrere tausend Euro zusätzlich
gespart".
Ritter, der vor drei Wochen den
Aufsichtsratsvorsitz bei der Bürgergenossenschaft
niedergelegt hatte, um weitgehend unbefangen zu sein, will
sich jetzt mit einem Anwalt beraten und dann die
Kommunalaufsicht anrufen. Sollte diese die Beschlüsse für
rechtmäßig erachten, soll das noch nicht das Ende sein.
Der Bürgermeister will alle Mittel des Verwaltungsstreits
ausschöpfen. Sein Ziel ist dabei das gleiche wie das seiner
Gegenspieler: finanziellen Schaden von der Gemeinde
abwenden. "Wir dürfen doch nicht nur diese gegenwärtige
Momentaufnahme sehen", schüttelte Ritter den Kopf und
verwies einmal mehr auf den Trumpf der Langfristigkeit des
Biomasseprojekts.
Riedel und Spittel dagegen, denen für
ihre öffentlichen Äußerungen schon Schadensersatzforderungen
in Haus geflattert sein sollen, wollen Antrag auf Austritt
der Gemeinde aus der Genossenschaft stellen. Bliebe das
bizarre Hintergrundrauschen des Abends. Obwohl es fast
durchweg gereizt und ziemlich laut zuging, gab es an einer
Stelle kurioserweise Kritik an zuwenig Lautstärke. Ute
Spittel bemängelte genau dies an Frank Ritters Vortrag.
Am Anfang hatten sich beide Seiten viele Paragrafen
vorgelesen, mit denen sie begründeten, warum das Thema in
den öffentlichen respektive nicht öffentlichen Teil gehöre.
Irgendwann winkte Ritter ab, CDU und BfGW hatten ihr Ziel
erreicht.
Zum Schluss geisterte gar eine mögliche Klage
der Bürgergenossenschaft gegen die Gemeinde durch den Raum.
Das brachte Szpöt endgültig auf die Palme und zum
vorzeitigen Abgang: "Lasst die Kirche mal im Dorf“, rief er
"das ist doch nun wirklich keine Realität." Womit wir wieder
beim Schach wären. Bekanntlich ist die Drohung stärker als
die Ausführung.

Donnerstag, 12.04.2012
Blutspende in Waltershausen
Gotha. Der DRK-Kreisverband Gotha führt gemeinsam mit dem
DRK-Blutspendedienst der Landesverbände des DRK
Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Oldenburg und
Bremen jährlich rund 150 Blutspendetermine durch, bei denen
ca. 4900 Transfusionseinheiten Blut durch die Bürger
gespendet werden.
Eine der nächsten Termine findet am
kommenden Montag, dem 16. April in Waltershausen in der
J.-M.-Bechstein-Str.46, beim DRK-Ortsverein Waltershausen,
17:30 Uhr statt.
Um die Notwendigkeit des Spendens von
Blut aufmerksam zu machen und einen persönlichen Beitrag
dazu zu leisten, werden dort auch der Staatssekretär im
Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit,
Dr. Hartmut Schubert, und der designierte Präsident des
DRK-Kreisverbandes Gotha, Uwe Walther, als Spender begrüßt.
Samstag, 07.04.2012
Pidde:"Konzept vorbildlich umgesetzt"
Ganztagsangebot an Regelschule Crawinkel
Crawinkel (ig) -"Das Konzept der
vollgebundenen Ganztagsschule wird hier vorbildlich
umgesetzt", ist das Fazit von Dr. Werner Pidde nach seinem
Besuch in der Regelschule Crawinkel.
Von 7.30 Uhr bis
16.00 Uhr haben die Schüler Blockunterricht, der durch die
sogenannte Mittagsfreizeit auf
gelockert wird."Dieses
Ganztagsangebot trägt ganz wesentlich zur Verwirklichung der
Einheit von Erziehung und Bildung bei", schlussfolgert der
SPD-Landtagsabgeordnete.
Durch die Mittagsfreizeiten
werden den Schülern zusätzliche Fähigkeiten wie Ausdauer,
Selbstständigkeit, Kooperation und Ideenreichtum vermittelt,
die für ihr späteres Leben neben dem theoretischen Wissen
ebenfalls Bestand haben werden. Die meisten Angebote werden
von örtlichen Vereinen, Eltern, Bürgern, Jugendpflegern und
Mitgliedern des Fördervereins der Schule durchgeführt. "Das
zeigt die Verbundenheit zu unserer Schule" schätzt
Schulleiter Klaus-Dieter Onistschenko ein und ist dankbar
für diese Unterstützung. Insgesamt stehen den Schülern 20
Angebote zur Verfügung. "Für eines müssen sie sich
entscheiden, was aber bei dem Angebot nicht schwer fällt",
erklärt der voller Stolz.
Ihre Talente können die Kinder
und Jugendlichen im sportlichen Bereich bei Kegeln, Boxen,
Fußball oder Tanzen unter Beweis stellen.
Geistige und
künstlerische Begabungen finden die Schüler unterdessen beim
Schach, in der Bibliothek, der Kreativ-Zeit beim Kochen und
Backen, in der AG Kunst oder auch im Kosmetikstudio.

Mittwoch, 04.04.2012
Startschuss für ein neues Gewerbegebiet
Thüringens Wirtschaftsminister weihte gestern das Gelände der ehemaligen Baumechanisierung ein. Flächen für Zulieferfirmen geschaffen
VON MICHAEL KELLER
Gotha. Früher wurden hier Fertigteile für Neubauten
produziert. In nächster Zeit hofft Gothas Oberbürgermeister
Knut Kreuch (SPD) im neuen Gewerbegebiet Kindleber Straße
140 auf möglichst viele Ansiedlungen in dem dort neu
entstandenen Gewerbegebiet. Eigens dafür wurde eine neue
Erschließungsstraße, die nach dem Gründer der Gothaer
Waggonbaufabrik, Fritz Bothmann, benannt wurde, gebaut.
Alles in allem haben das Land, die
Landesentwicklungsgesellschaft(LEG) und die Stadt dafür 2,25
Millionen Euro aufgebracht.
In zwei Bauabschnitten wurde
das Gelände von alten Bauten beräumt, Altlasten beseitigt,
neue Verkehrswege und alle Erschließungsarbeiten auf dem ca.
fünf Hektar großen Areal realisiert. Das sei ein wichtiges
Zeichen für Gotha-Ost, so OB Knut Kreuch. Hier sollen sich
Zulieferfirmen für die beiden großen Unternehmen in Ost,
Schmitz-Cargobull und Fahrzeugtechnik ansiedeln. Das wäre
ohne diese Erweiterungsflächen nicht möglich gewesen.
Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) war
eigens zur gestrigen Übergabe des Gewerbegebietes nach Gotha
gekommen. Er sang in seiner Rede, die wie gewohnt mit einem
"Glück auf' abgeschlossen wurde, ein Loblied auf die
wirtschaftlichen Ansiedlungen in Gotha in den letzte Jahren,
die sinkenden Arbeitslosenzahlen und die gestiegene
Wirtschaftsleistung im Bereich der Residenzstadt. Das neue
Gewerbegebiet sei "eine kleine, aber wichtige Maßnahme zur
Optimierung des Standortes" und habe, genau wie Gotha, in
den nächsten Jahren Potenzial. Es sei des weiteren auch ein
Beispiel dafür, wie wichtig ein gutes Zusammenspiel von
Kommunen und Landesregierung sei, so der Minister.
Land
und LEG haben rund zwei Millionen Euro eingesetzt, weil
Gotha die Aufgabe allein nicht hätte meistern können, sagte
LEG-Chef Andreas Krey. Er hob ausdrücklich hervor, dass man
bei dem Projekt nicht auf die"grüne Wiese", geschielt,
sondern ganz bewusst einen Altstandort angefasst habe.
ZITAT
"Wir sind der Tigerstaat in den neuen
Bundesländern,
besser als Sachsen."
Matthias Machnig (SPD), Wirtschaftsminister
Thüringens
bei der Übergabe des
Gewerbegebietes Kindleber Straße
Dienstag. 03.04.2012
Politiker sammeln Müll in 15 Säcken
Arbeitseinsatz der SPD-Fraktion
Gotha. Wie die Stadtratsfraktion der SPD/Bündnis 90/Die Grünen mitteilte, war ihr jüngster Einsatz völlig unpolitisch. Die Kommunalpolitiker krempelten die Ärmel hoch und folgten dem Subotnik-Aufruf von Knut Kreuch(SPD). Die Fraktionsmitglieder hatten während einer Stadtteilbegehung eine Dreckecke auf einem städtischen Grundstück in der Gotthardstraße ausgemacht und rückten ihr am vergangenen Wochenende zu Leibe. Bilanz des Tages 15 Säcke mit Hausmüll, zwei alte Autoreifen, ein Kanister Holzlasur, zwei Warnbaken und eine EC-Karte. Fraktionsvorsitzender Matthias Stender dankte dem Gartenamt, welches den Müll schnell abtransportierte.
Quelle: db
Samstag, 31.03.2012
Straßen oder schnelles Internet?
WAHL 2012 Vier Bewerber um das Amt
des Gothaer Landrates stellten bei einer Podiumsdiskussion
ihre Ziele und Konzepte vor.
Finanzen, Sparmöglichkeiten,
Infrastruktur, Arbeitsplätze, Schulen und medizinische
Versorgung sind zentrale Themen
VON MICHAEL KELLER
Gotha. Konrad Gießmann (CDU und Amtsinhaber), Uwe Walther (SPD), Steffen Fuchs (B90/Grüne), Ottokar Luhn (Die Linke) vier Männer, vier Parteien, ein Ziel: alle wollen am 22. April Gothaer Landrat werden. Dazu muss der Wähler wissen, was haben die Kandidaten für Ziele, welche Inhalte sind ihnen wichtig, wo setzen sie Prioritäten, welche Konzepte haben sie. Genau das interessierte die rund 60 Gäste im prallvollen Salon des Hotels am Schlosspark am Donnerstagabend. Mehr als zwei Stunden später werden sie hoffentlich schlauer gewesen sein, auch wenn dem einen oder anderen Kommentar zu entnehmen war, dass mancher die Entscheidung für sich längst getroffen hatte.
Zwei Stunden auf Herz und Nieren geprüft
Eingeladen hatten die Thüringer Allgemeine, der Kreisverband Gotha des Bundes der Mittelständischen Wirtschaft und "Oscar am Freitag". Die Moderation war TA-Lokalchef Axel Eher und "Oscar"-Redaktionsleiter Maik Schulz vorbehalten. Straff im Zeitplan, despektierlich bei den Fragen, alles mit Wortwitz garniert - es wurden nicht nur informative sondern auch unterhaltsame und faire 130 Minuten, sowohl für das Publikum als auch für das Kandidaten-Quartett.
Natürlich war das Geld wieder ein Thema. Seit 2006 habe
man im Kreis 10 Millionen Euro Schulden abgebaut, so Konrad
Gießmann. Und schränkte sogleich ein, dass es schwierig
werde, einen neuen Etat aufzustellen, ohne die Gemeinden bei
den Umlagen zu sehr zu knebeln. Selber mehr Einnahmen
erzielen sei der Weg.
Mit erneuerbaren Energien könne man
einiges sparen, so Steffen Fuchs. Man habe ein
entsprechendes Konzept parat. Auch der Sektor
Abfallwirtschaft berge Potenzial, selber Einnahmen zu
erwirtschaften. Uwe Walther indes hält nicht viel vom
Schuldenabbau, weil
der Bürger dafür zahlen müsse, alles
teurer werde. Ottokar Luhn will indes mehr kommunale
Betriebe errichten.
Kann ein Landrat Arbeitsplätze schaffen?
Kann ein Landrat Arbeitsplätze schaffen? Nein, er könne
sich nur für gute Rahmenbedingungen einsetzen, hieß es
unisono. Während der Linke-Kandidat die Ausrichtung der
Wirtschaftsförderung an der Zahlung von Tariflöhnen
festmachen möchte, hielt Steffen Fuchs entgegen, man solle
nichts versprechen, was nicht zu halten sei. Ein Landrat
könne aber mit weichen Standortfaktoren, z.B. einem
lebenswerten Umfeld um Neuansiedlungen werben. Uwe Walther
setzt dagegen auf mehr Verwaltungsservice für
ansiedlungswillige Unternehmen. Dafür würde er z.B. das
Bauamt aufstocken und ein Sachgebiet "Erneuerbare Energien"
einführen. Für den Handel schwebt ihm eine Imagekampagne
vor, um Kunden hier zu halten.
Beim Thema Gesundheit und
Hausärztemangel hatte sich der Linke-Kandidat noch keine
Meinung gebildet. Der amtierende Landrat setzt seinerseits
auf gemeinsame Überlegungen mit dem Land, wie man der Misere
begegnen könnte. jungen Menschen will er mittelfristig den
Hausarztjob auf dem Lande mit einem hessischen Modell
schmackhaft machen.
Beim Schulbereich setzte sich Steffen
Fuchs vehement für eine Komplexsanierung des Ernestinums
ein. Man könne die Planungen vorziehen und bereits 2013
beginnen. Das müsse der Kreistag entscheiden, schränkte
Konrad Gießmann ein und gab zu bedenken, dass für 2012
keinerlei Planungskosten eingestellt seien. Und was wird aus
den Turnhallen Kindleber Straße und Neudietendorf?, fragte
Uwe Walther. Auch die wären dringend sanierungsbedürftig.
Steffen Fuchs hielt ihm entgegen, das Ernestinum mit 480
Schülern habe Vorrang.
Straßen oder schnelles Internet ausbauen?
Zur Infrastrukturentwicklung gab es unterschiedliche
Auffassungen. Ottokar Luhn sieht die Straßen vordringlich:
"Der Bürger hat ein Recht auf Schlaglochbeseitigung." Er
wolle bei Projektvorhaben den Runden Tisch wiederbeleben, um
die Bürger enger einzubinden.
Für Steffen Fuchs hingegen
hat der Breitbandausbau Priorität: "Viele Leute sind auf
schnelles Internet angewiesen." Uwe Walther sieht den
Schienenverkehr als vordringlich an. Ihm gehe es um die
Optimierung des Umsteigens von Bus auf Bahn. Zudem votiert
er für eine kreiseigene Mitfahrzentrale. Für Konrad Gießmann
ist es wichtig, die Vergabepraxis bei Aufträgen im Kreis zu
optimieren, um kleinen und mittelständischen Unternehmen
eine Chance zu geben. 90 Prozent aller Aufträge blieben
schon hier.
Beim Bürokratieabbau setzt Steffen Fuchs z.B.
bei Anträgen verstärkt auf Online Portale. Konrad Gießmann
sieht eher das Land in der Pflicht, da der Kreis seit 1990
schon 40 Prozent Personal abgebaut habe. Uwe Walther sieht
das nicht anders. Ottokar Luhn will prüfen lassen, ob die
Verwaltungsstruktur noch zeitgemäß sei.
Freitag, 30.03.2012
Dienstag, 27.03.2012
Zwei Minister auf Stippvisiten
Gotha. Thüringens Kultusminister
Christoph Matschie (SPD) will am Donnerstag, dem 29. März,
die Staatliche Regelschule "Conrad Ekhof“, besuchen,
informierte die Stadtverwaltung.
Schulleiter Detlef
Rommert werde mit Schülervertretern und Vertretern der
Elternschaft die Nachhaltigkeit der zahlreichen
Wettbewerbserfolge der Schule vorstellen.
Bereits am
Mittwoch, 28. März, besucht Thüringens Ministerin für
Soziales und Familie, Heike Taubert (SPD), die Integrative
Kindertagesstätte in der Juri-Gagarin-Straße, um sich über
das Projekt "juniorExperten Kinder brauchen Männer" zu
informieren, teilte der Gothaer SPD-Landtagsabgeordnete
Matthias Hey mit.
Ab Um 15.30 Uhr sei die Ministerin in
der Kindertagesstätte „Spatzennest" in der Moßlerstraße zu
Gast.
Donnerstag, 22.03.2012

"Im. Kosovo ist es einfach nur kalt"
Der
Gothaer SPD-Landtagsabgeordnete Matthias Hey ist für einen
Flüchtlings-Abschiebestopp in den Wintermonaten.
TA-Mitarbeiter Klaus-Dieter Simmen sprach mit ihm nach einer
Kosovo-Reise mit Mitgliedern des Innenausschusses
Gotha. Für fünf Tage reiste Anfang März eine Delegation
des Innenausschusses des Thüringer Landtages in den Kosovo,
um sich ein Bild von der Situation im Land zu machen.
Hintergrund ist ein Antrag von Bündnis 90/Die Grünen und Die
Linke, die einen Abschiebestopp von Flüchtlingen aus
Thüringen besonders in den Wintermonaten verlangen. Der
Gothaer SPD-Landtagsabgeordneten Matthias Hey ist als
Vorsitzender des Innenausschusses leitete die neunköpfige
Delegation.
Herr Hey, hat die Reise auf den
Balkan verwertbare Eindrücke gebracht?
In der Kürze der
Zeit nahmen wir schon einen groben Überblick mit nach Hause.
Wäre der nicht auch möglich gewesen, wenn
Hilfsorganisationen ihr Wissen zur Verfügung gestellt
hätten?
Natürlich. Das hatten wir auch vorgeschlagen. Die
CDU-Fraktion allerdings bestand darauf, sich vor Ort
umzuschauen.
Sehen jetzt alle klarer?
An den
unterschiedlichen Positionen der Parteien hat sich wenig
geändert. Ich hoffe allerdings, dass es im Innenausschuss
eine Annäherung gibt.
Wie kann diese aussehen?
Thüringen sollte
darauf verzichten, Flüchtlinge aus dem Kosovo im Winter
abzuschieben. Und bei Familien mit Kindern, die hier geboren
sind, die hier die Schule besuchen, ist eine
Einzelfallprüfung dringend anzuraten. Es kann nicht sein,
dass eine Familie Thüringen verlassen muss, deren Tochter
gerade das Abitur macht.
Ist es im Winter im Kosovo wirklich so
unwirtlich?
Wenn mich jemand fragt "Na, wie
war's im Kosovo", antworte ich immer: Kalt, dort ist es
einfach nur kalt! Mein Hotelzimmer brachte es gerade mal auf
acht Grad. In Schulen - da es an Schulgebäuden fehlt - wird
in Schichten unterrichtet. Ab 14 Uhr aber wird die Heizung
abgestellt, die Kinder sitzen dann teilweise bei 15 Grad in
den Klassenzimmern.. Es mangelt an Wohnungen. Und vorwiegend
wird mit Strom geheizt. Das ist ein weiteres Problem.
Warum?
Die Elektrizitätswerke haben
das Kosovo in drei Zonen aufgeteilt. Die Wohnbezirke, in
denen die meisten Menschen ihre Rechnungen zahlen können,
werden Zone A genannt, man bemüht sich um durchgehende
Versorgung, mindestens um 16 Stunden Strom am Tag, im Winter
kollabiert das Netz aber mehrmals täglich. In Zone B wird
alle fünf Stunden der Strom für mindestens zwei Stunden
abgestellt, dort leben die Menschen, die nur dann und wann
zahlen können - und Zone C erhält den Strom, der übrig
bleibt. Im letzten Winter gab es wochenlang unter 20 Grad
Frost, da kann man sich ja vorstellen, wie es den Leuten in
Zone C ging. Wer aus Deutschland abgeschoben wird, hat keine
Chance auf Zone A, auch nicht auf die nächste Zone.
Woran liegt das?
Bei unserem
Aufenthalt fühlte ich mich in die 80er-Jahre der DDR zurück
versetzt. So wie damals bei uns, so regiert auch im Kosovo
ein grauer Markt. Man muss jemanden kennen, der jemanden
kennt, der helfen kann oder weiß, was man braucht, um etwas
anderes zu bekommen. Wer lange Jahre in Deutschland gelebt
hat, ist in diesem System chancenlos.
Aber es gibt doch Hilfsorganisationen im Kosovo.
Jede Menge sogar. Der "Spiegel" spricht sogar von 5000. Doch
auch hier muss man sich zunächst zurecht finden. Natürlich
greifen staatliche Hilfen. Deren Programme laufen nach sechs
Monaten aus und gelten nicht immer als zuverlässig. Und mal
als Zahl: Als Sozialhilfe gibt's im Kosovo 45 Euro
monatlich, bei Lebensmittelpreisen ähnlich wie in
Deutschland!
Gut gefallen hat mir das
Hilfsprogramm URA 11, für das vier Bundesländer
verantwortlich zeichnen. Menschen, die von
dort
ausgewiesen werden, werden im ersten halben Jahr betreut,
man kümmert sich um Wohnung und Arbeit.
Thüringen gehört nicht zu den vier Ländern?
Nein. Aber ich würde mich freuen, wenn man auch
hier URA als Chance begreift.
Mitglied zu sein kostet vermutlich viel Geld.
Zu den vier Bundesländern gehört Sachsen-Anhalt.
Keiner kann sagen, dass Thüringen das ärmere von beiden
Ländern ist. Man kann mit wenig Geld möglicherweise reichen
schon 100 000 Euro - über URA viel erreichen für
Flüchtlinge, die wieder zurück müssen.
Sind denn die Hilfsprogramme immer sinnvoll?
Ich kann nur beurteilen, was wir erlebt haben.
Und da sage ich: Hut ab vor dem, was geleistet wird. Seit
Jahren ist beispielsweise ein Franke im Kosovo ansässig und
bildet - im Rahmen eines Diakonie-Projektes - auf einem
Bauernhof Handwerker aus. Berufe also, die beim Aufbau des
Landes gefragt sind. Ich habe vor, für dieses Projekt im
Landtag Geld zu sammeln. Und ich wünsche, es kommt dann
Menschen aus Thüringen zugute, die in ihre Heimat
zurückkehren.
Sie hatten auch Kontakt zu Menschen, die lange in
Deutschland lebten und abgeschoben wurden.
Ja.
Unter anderem besuchten wir eine Familie, die mit vier
Kindern in zwei Zimmern haust, außer einem Kachelofen und
zwei Doppelliegen besitzen sie nichts. Das bewegt einen
schon, auch wenn im Gespräch mit einer Hilfsorganisation
danach geschildert wurde, die Familie hätte auch Geld für
weitere Möbel erhalten.
Also' kann man nicht allem trauen?
So
will ich das nicht sehen. Aber manchmal ist es gut zu
hinterfragen. Das Kosovo ist jedenfalls das ärmste Land
Europas, und trotzdem versucht man, sich um Rückkehrer zu
kümmern. Aber ich sag's noch mal: Gerade im Winter und bei
Familien mit Kindern muss eine Einzelfallprüfung vorgenommen
werden.
Ist das ihre Position im Innenausschuss?
Ja. Und in den nächsten Tagen gibt es ein Treffen
beim Innenminister, wo ich genau diese Punkte verhandeln
will.
Mittwoch, 21.03.2012
Pidde kontra Schipanski
Es geht um den Truppenübungsplatz
Ohrdruf. „Sachlichkeit statt der
politischen Keule“ fordert Dr. Werner Pidde vom
CDU-Bundestagsabgeordneten Tankred Schipanski. Dieser hatte
in seinem Newsletter der SPD eine „Desinformationskampagne“
zum Truppenübungsplatz Ohrdruf vorgeworfen.
„Die
Desinformation kam doch durch den
Bundesverteidigungsminister“, wundert sich Pidde. Im Oktober
letzten Jahres wurde die Schließung des Truppenübungsplatzes
in Ohrdruf verkündet.
„Selbstverständlich habe ich nach
dieser Nachricht Gespräche mit der Bundeswehr, den
angrenzenden Gemeinden und mit vielen
Interessengemeinschaften gesucht, um Möglichkeiten für eine
weitere Nutzung des Areals zu erörtern“, erklärt der
Landtagsabgeordnete. Viel Erkenntnisgewinn brachte in diesem
Zusammenhang eine von ihm organisierte öffentliche
Diskussion in Wechmar.
Dass der Truppenübungsplatz nun
als Standortübungsplatz durch die Bundeswehr weitergeführt
wird, wirft neue Fragen auf. Deshalb wolle er, Pidde, die
Zukunft dieses Geländes mittels einer Parlamentarischen
Anfrage im Thüringer Landtag thematisieren. Er wolle
Klarheit darüber, ob entmunitionierte Bereiche teilweise der
Bevölkerung zugängig gemacht werden können, damit diese an
der einzigartigen Flora und Fauna teilhaben können.
Samstag, 17.03.2012
Starkes Signal erhofft
Sozialdemokraten wählen Landesvorstand
Waltershausen. David Ortmann, der
Vorsitzende der SPD Waltershausen, erwartet ein starkes
Signal vom Landesparteitag der Thüringer SPD. Die
Sozialdemokraten werden heute in der Messe Erfurt einen
neuen Landesvorstand wählen.
Laut dem 29-Jährigen
begrüßen die Waltershäuser vor allem die Kandidatur von
Matthias Machnig als stellvertretender
SPD-Landesvorsitzender. „Machnig ist ein ausgewiesener
Stratege und für die Kampagnenfähigkeit unserer Partei ein
Glücksfall“, so Ortmann.
Die Waltershäuser sind mit drei
Delegierten auf dem Landesparteitag in Erfurt vertreten. Der
SPD-Kreisverband Gotha entsendet insgesamt 16 der 227
Vertreter.
Samstag, 17.03.2012
Bundes-SPD Zahlt für das „Tivoli“
Gotha. Im Zusammenhang mit dem Beitrag
“Andrea Nahles für Förderung des „Tivoli“ in unserer
gestrigen Ausgabe erreichte uns ein Hinweis aus der
Gedenkstätte. Marlies Mikolajczak, die
Fördervereinsvorsitzende, wies darauf hin, dass die 10 000
Euro, die das „Tivoli“ seit drei Jahren erhält, von der
Bundes-SPD kommen und nicht von der Stadt Gotha.
Die
Stadt bekomme vielmehr aus dieser Summe die Miete für den
historischen Teil des Hauses, so Frau Mikolajczak. Zudem
fallen hohe Nebenkosten an, weil das Haus wegen seiner
historischen Bausubstanz nicht gedämmt sei und zudem
historische Fester habe. Dadurch würden hohe
Energieverbräuche entstehen. Darüber hinaus fallen Kosten
für Straßenreinigung und Alarmaufschaltung bei der Feuerwehr
– wie für Museen verlangt – an. Die Finanzierung ist ein
Kraftakt.

Freitag, 16.03.2012
Andrea Nahles für Förderung des "Tivoli"
SPD-Generalsekretärin kam gestern auf Kurzvisite und versprach der Gedenkstätte der Sozialdemokraten Hilfe
VON MICHAEL KELLER
Gotha. Von der Öffentlichkeit eher
unbemerkt, kam gestern die SPD-Generalsekretärin Andrea
Nahles (41) zu einem Kurzbesuch die Residenzstadt. Sie nahm
Schloss Friedenstein nebst Ekhoftheater in Augenschein, ehe
sie zur Wiege der deutschen Sozialdemokratie und des Gothaer
Programms der Partei, dem "Tivoli", fuhr.
Nahles betrat
das Haus über einen Nebeneingang, während man sie am
Haupteingang erwartete. Marlies Mikolajczak, der
Vorsitzenden des Fördervereins und Matthias Wenzel war es
vorbehalten, dem prominenten Gast bei einer Hausführung die
Historie des geschichtsträchtigen Ortes näher zubringen.
"Das ist etwas Besonderes für mich", so Nahles, die
letztmalig 1998 in Gotha zu Besuch war. Damals noch als
Juso-Chefin.
Während einer Kaffeerunde kam auch die
Situation des Fördervereins zur Sprache. Es gebe Probleme,
Finanzsponsoren zu finden, da das Haus weniger als
Gedenkstätte gesehen werden, sondern immer nur mit der SPD
in Verbindung gebracht werde, so Marlies Mikolajczak. Zwar
bekomme man städtischerseits jährlich 10 000 Euro zum Erhalt
und Betrieb des "Tivoli", doch sei das auf drei Jahre
befristet. Lade man Künstler oder Autoren ein, müsse man
immer um Gratisauftritte bitten, da man nichts zahlen könne,
so die Vereinsvorsitzende.
Erste Reaktion der
Generalsekretärin: Sie trat stehenden Fußes dem Verein bei.
32 Euro Jahresbeitrag, dass kann man in ihrer Position
entbehren. Dann versprach sie, sich für Hilfe durch die
Bundes-SPD, die parteinahe Friedrich-Ebert-Stiftung oder das
Haus der Sozialdemokratie einzusetzen. Auch eine
Finanzspritze von 10 000 Euro werde die SPD nicht umbringen.
Sie wolle mit der Schatzmeisterin reden und bot den hiesigen
Sozialdemokraten an, sich für eine Präsentation Gothas zu
verwenden, wenn am 23. Mai der 150. Jahrestag der
SPD-Gründung in Berlin und Leipzig groß gefeiert wird.
Vorstellbar sei, dass Schauspieler Matthias Brandt, Sohn von
Ex-Kanzler Willy Brandt, dort das Gothaer Programm lese.
Freitag, 16.03.2012
Juso-Kritik: Ex-NPDIer bei CDU-Empfang
Wahlkampfleiter: Hausrecht fehlte
Gotha. Beim Wahlkampfauftakt der CDU des
Kreises Gotha am 9. März JA berichtete) befand sich unter
den Gästen, die auch durch Thüringens Ministerpräsidentin
Christine Lieberknecht per Handschlag begrüßt wurden, das
parteilose Kreistagsmitglied Frank Städler. Da Städler 20 10
für die NPD in den Kreistag einzog und für diese bis 2011
als Abgeordneter fungierte, wertete das jetzt der
Kreisverband der Jusos, der Jugendorganisation der SPD, als
"eine peinliche und mehr als fragwürdige Panne".
Es sei
ein Skandal, dass man diese Person ohne Widerspruch
empfangen habe, so Peter Leisner, Juso Kreisvorsitzender.
Der von Landrat Konrad Gießmann (CDU) oft vorgebrachte
Appell zum Engagement gegen den Rechtsextremismus werde auf
diese Weise ad absurdum geführt. Die SPD habe Städler bei
dessen Versuchen, ihre Veranstaltungen in der Stadt und im
Landkreis zu besuchen, klipp und klar gesagt, dass er
unerwünscht sei, so Leisner.
Die Veranstaltung sei
öffentlich für alle gewesen und man könne nicht verhindern,
dass solche Leute dort auftauchten, rechtfertigte
CDU-Wahlkampfleiter Felix Elflein den Vorfall. Die
Ministerpräsidentin habe jeden der Anwesenden begrüßt, ohne
den Hintergrund zu Städler zu kennen. Zumal habe man keine
Handhabe gegen den früheren NPD-Kreistagsabgeordneten
gehabt, da das Hausrecht allein der Gastgeber, die Firma
KMD, ausüben hätte können. "Wir werden aber demnächst darauf
achten, wer zu unseren Veranstaltungen auftaucht und
handeln, sofern wir das Hausrecht haben", so Elflein.

Donnerstag, 15.03.2012
Rückschlag für das Projekt Biomasse-Kraftwerk
Nach hitziger Debatte lehnt der Gemeinderat von Günthersleben-Wechmar die Versorgung der öffentlichen Gebäude mit Bioenergie ab - vorerst
VON AXEL EGER
Wechmar. Die Kraft der Zahlen war am Ende zu groß. Nach
einer emotionalen Debatte lehnte der Gemeinderat von
Günthersleben-Wechmar unter Tagesordnungspunkt Nr. 7 seiner
Sitzung den Anschluss der fünf öffentlichen Gebäude an die
Fernwärmeleitung des künftigen Biomasseheizwerks ab. Den
lediglich zwei ja-Stimmen aus der Fraktion SPD/Offene Liste
standen neun Neins - durchweg aus allen Fraktionen - bei
vier Enthaltungen gegenüber.
Die Mehrheit der
Gemeinderäte folgte damit dein Argument von Christian
Riedel. Nach der Rechnung des CDU-Fraktionschefs kommen bei
Umstellung auf die neue Energie für die fünf Gemeindegebäude
(Bürgerhaus, Seniorentreff, Wohnhaus Brückenstraße,
Lehrerhaus, Feuerwehrgerätehaus) jährliche Mehrkosten von
rund 7500 Euro zusammen. Das sei unakzeptabel, sagte Riedel,
zumal die jetzigen Gasheizungen maximal 14 Jahre alt seien
und auch deshalb kein Anlass zum Wechsel bestehe.
Bürgermeister Frank Ritter (SPD) als Verfechter der
Umstellung wollte die derzeit anfallenden Mehrkosten
einerseits nicht leugnen, andererseits konnte er "die
Rechnung von Herrn Riedel nicht nachvollziehen". Vor allem
verwies er auf die strategische Sicht: "Ich bin enttäuscht,
dass man nicht die Langfristigkeit des Projektes erkennt."
Ritter, zugleich Aufsichtsratschef der Bürgergenossenschaft
"Neue Energie", hatte in der gut besuchten öffentlichen
Sitzung des Gemeinderates vor allem mit dem Argument der
Nachhaltigkeit und Perspektive geworben, mit steigenden
Gaspreisen und dem, "was wir unseren Kindern später sagen
sollen".
Gut anderthalb Stunden wogte das Ping-Pong der
Argumente auf und ab. Mal mit ziemlichem Heizwert, mal
nüchtern und sachlich. Letzteres passierte
bemerkenswerterweise dann, wenn die beiden Antipoden Riedel
und Ritter Argumente austauschten. Dennoch blieben die
Fronten verhärtet und es war früh erkennbar, dass man keine
gemeinsame Basis finden würde. SPD/Offene
Liste-Fraktionschef Uwe Szpöt hatte deshalb zweimal den
Versuch unternommen, das Thema komplett zu verschieben: am
Anfang mit dem Antrag, den bewussten Tagesordnungspunkt 7 zu
streichen und später nach erfolgter Diskussion mit dem
Vorschlag, die Sache noch einmal in die Ausschüsse zu
verweisen. Beides fand mit 7:7 Stimmen nicht die nötige
Mehrheit.
Ralf Gerlach (BfGW) platzte dann irgendwann ein
bisschen der Kragen:"Wir sollten hier keine Parteipolitik
reinhängen. Die Bürgergenossenschaft kann machen, was sie
will. jeder Bürger kann tun, was er will. Aber wir sollten
hier im Sinne der Wirtschaftlichkeit für
Günthersleben Wechmar entscheiden." Er lockte damit den
ersten kleinen Szenenapplaus unter den rund 20 Zuhörern
hervor.
Ute Spittel (BfGW), auch eine emotionale
Anschluss-Gegnerin, räumte ein, keineswegs gegen neue
Energien zu sein, verwies aber auf die Ausnahmen im
Erneuerbare-Energien-Gesetz. Das besagt sinngemäß, dass
öffentlichen Gebäuden eine Energie-Vorbildfunktion zukommt.
Doch entfalle diese Pflicht, so Spittel mit Verweis auf den
Paragrafen 9, wenn diese Maßnahmen mit Mehrkosten verbunden
sind.
Doch das will Ritter, der eisern und bisweilen
einsam kämpfte, nicht so einfach gelten lassen. Schließlich
habe sich die Kommune per Beschluss den neuen Energien
geöffnet. Der Bürgermeister wird also die Rechtmäßigkeit der
Ablehnung prüfen lassen. Wann mit einem Ergebnis zu rechnen
ist?
Es kann dauern.

Donnerstag, 08.03.2012
Fusion mit Emsetal: Was für Tabarz spricht
Bürgermeister Klemm gibt nicht auf: Von dieser Fusion
würden alle Seiten profitieren
Mit knapp 30 Bürgern
führte am 29. Februar in Tabarz Bürgermeister Matthias Klemm
eine Podiumsdiskussion. Da das Emsetal seit Jahren weniger
als 3 000 Einwohner hat, muss sich die Gemeinde bis zum
31.12.2013 einer benachbarten Kommune anschließen. In Frage
kommen hierfür die Tabarz oder Waltershausen. Einige
Mitglieder des Gemeinderates, Tabarzer Bürger und Gäste
waren sich einig, dass sowohl das Emsetal als auch Tabarz
von einer Fusion profitieren würden:
Tabarz bietet dem
Emsetal im Gegensatz zu Waltershausen eine Fusion an: Durch
diese behält das Emsetal seine Identität. Bei einer solchen
Fusion lösen sich beide Kommunen zu einem Stichtag auf und
gründen eine neue Gemeinde. Es wird ein neuer Gemeinderat
gewählt und die Interessen beider Gemeinden bleiben so
gewahrt. Durch eine Eingliederung nach Waltershausen wird
das Emsetal zu einem Ortsteil, wie es auch Langenhain ist.
Eine Fusion bietet Verhandlungsmöglichkeiten auf Augenhöhe.
So könnte das Emsetal zum Beispiel von höheren
Schlüsselzuweisungen profitieren. Matthias Klemm erwartet
320 000 Euro mehr an Zuweisungen, als nun beide Kommunen
zusammen haben. Dies eröffnet die Möglichkeit, Fördermittel
und Zuweisungen zu erhalten. Bis zu 1 Million an
zusätzlichen Investitionen wären dann möglich
davon würde vor allem auch das Emsetal profitieren und
solche Angebote könnten in eine Fusion mit aufgenommen
werden.
Tabarz und Emsetal verbindet nicht nur eine
gemeinsame Grenze, sondern auch ähnliche, mitunter gleiche
gewachsene Strukturen in vielen Bereichen: Tourismus,
Vereinsarbeit, gemeinsame Schule,
Feuerwehr, gleiche
Vorwahl, gleiche Postleitzahl. Tabarz bietet dem Emsetal
erreichbare und ortsnahe Infrastruktur, die auch heute
bereits gemeinsam genutzt wird: Ärzte,
Einkaufsmöglichkeiten, Tankstelle, Dienstleistungen.
Die
Weiterentwicklung gemeindlicher Strukturen in Thüringen
plant, die Einwohnergrenze von derzeit 3000 auf 5000
anzuheben. Für Tabarz mit knapp über 4000 Einwohnern
bedeutet das, sich ebenfalls eine Kommune irgendwann
anschließen zu müssen. Zusammen mit dem Emsetal hätte Tabarz
7 000 Einwohner und wäre auch längerfristig in Verhandlungen
mit Nachbargemeinden ein starker Partner und könnte eigene
Interessen vertreten.
Der Tabarzer Schuldenstand ist zwar
höher, aber auch den Investitionen in Infrastruktur
geschuldet. Am Schuldenabbau wird intensiv gearbeitet. Nur
anhand der Pro Kopf Verschuldung kann der geeignete Partner
nicht gefunden werden. Durch eine Fusion werden vor allem
Kosten im Bereich der Verwaltung eingespart. Entscheidend
ist, ob und wie die Kommunen zusammenpassen.
Tabarz
bietet seinen Einwohnern und den Emsetalern den Dialog und
eine Bürgerbefragung an. Eine solche Entscheidung muss laut
Klemm von der breiten Masse der Bevölkerung mitgetragen
werden. Eine Fusion oder eine Eingliederung ist eine
endgültige unumkehrbare Entscheidung, die nach genauer
Abwägung getroffen werden sollte.
Donnerstag, 08.03.2012
Keine Chance für Rechte
Crawinkel kauft Immobilie
Die Gemeinde Crawinkel (Landkreis Gotha) erwirbt das
Gebäude in der Bahnhofstraße 25 und übt somit ihr
Vorkaufsrecht gegenüber einem privaten Interessenten aus.
Einen entsprechenden Beschluss fasste der Gemeinderat vor
wenigen Tagen. Sowohl die potentiellen Käufer als auch die
Verkäuferseite wurden über diesen Schritt inzwischen
informiert. Über den Sachverhalt informierten Bürgermeister
Onno Eckert und Landrat Konrad Gießmann in einer
Pressemitteilung.
Faktisch hat die Gemeinde Crawinkel
damit der möglichen Etablierung eines Treffpunkts für
Rechtsextreme einen Riegel vorgeschoben. Bereits Anfang
Februar hatten die seinerzeitigen Käufer, die dem politisch
rechten Spektrum zugeordnet werden, eine nicht angemeldete
Veranstaltung in den Räumen des Hauses und angrenzender
Nebengelasse durchführen wollen, die kurzerhand von der
Polizei aufgelöst worden war.
Bürgermeister Onno Eckert:
"Mit dem Ausüben des Vorkaufsrechts bezieht Crawinkel
eindeutig Stellung. Ich bin froh, dass sich der Gemeinderat
mehrheitlich so positioniert hat. Crawinkel ist weltoffen,
tolerant und bunt. Dass die Bürgerinnen und Bürger unseres
Ortes in ihrer Mitte keinen Platz für einen Anlaufpunkt von
Rechtsaußen sehen, hat der Schweigemarsch von 150 besorgten
Crawinklern am vergangenen Samstag eindrucksvoll gezeigt."
Eckert dankte ebenso der Landesregierung als auch dem
Landratsamt Gotha für deren Hilfe. Der Landkreis hatte die
Gemeinde umfassend unterstützt sowie den Kontakt zur
Landesregierung hergestellt. "Dieser Schritt Crawinkels war
die letzte und einzige Chance, das dauerhafte Einnisten
eines rechten Treffs in der Gemeinde zu verhindern", sagt
Landrat Konrad Gießmann. Einmal etabliert, wären Gemeinde
und Region die Hände gebunden gewesen, den Kauf rückgängig
zu machen. Deshalb hat sich der Landkreis für die Gemeinde
beim Freistaat Thüringen stark gemacht, um die
haushaltsrechtlichen Aspekte zu klären und den Kauf für die
Gemeinde finanziell abzusichern.
Die Polizei begrüßt das
Vorgehen der Gemeinde grundsätzlich. "Die Kommune und der
Landkreis haben sich dieser Belange angenommen und eine
Lösung herbeigeführt. Es ist uns gemeinsam gelungen, im
Schutzbereich der Polizeidirektion Gotha die Etablierung
eines dauerhaften Einsatzschwerpunktes zu verhindern.
Gleichwohl bleibt es der Gothaer Polizei ein wichtiges
Anliegen, auch weiterhin entschlossen und konsequent gegen
jedwede Erscheinungsform des Rechtsextremismus, auch in
Crawinkel, vorzugehen. Wir begegnen dieser Herausforderung
professionell mit vielfältigen präventiven und
anlassbezogenen repressiven Maßnahmen", sagt Polizeirätin
Bianka Eschrich von der Polizeidirektion Gotha.
Zur Vorgeschichte
Für das Anwesen in der Crawinkler Bahnhofstraße 25
schloss dessen Eigentümerin ohne Wissen um die politische
Ausrichtung der Interessenten am 15. Dezember 2011 einen
Kaufvertrag ab (der Lokalreporter berichtete). Nach Anzeige
des Kaufes bei der Gemeinde hatte diese innerhalb der
gesetzlichen Frist Zeit, sich hinsichtlich des
Vorkaufsrechts zu positionieren.
Donnerstag, 08.03.2012

Diskussion um Übungsplatz geht weiter
Schipanski für militärische Nutzung des TÜP Ohrdruf/Fuchs weiterhin dagegen
Der Thüringer Bundestagsabgeordnete Tankred Schipanski
CDU ist verwundert über überraschte Reaktionen von SPD und
Grünen auf die Nachricht, dass der Truppenübungsplatz
Ohrdruf als Standortübungsplatz bestehen bleibt.
"Schon
im Herbst letzten Jahres hat das Verteidigungsministerium
darüber informiert, dass der Truppenübungsplatz in Ohrdruf
weiterhin militärisch genutzt werden soll und eine zivile
Nutzung des Areals nicht vorgesehen ist", so Schipanski. Es
sei eine "eindeutige Fehlinformation der SPD gegenüber
Bürgerinnen und Bürgern gewesen, eine baldige zivile Nutzung
sei wahrscheinlich und Pläne hierfür könnten umgesetzt
werden." Da der Truppenübungsplatz als FFH (Flora Fauna
Habitat) und Vogelschutzgebiet ausgewiesen ist, sei
eine Nutzung der Fläche zur Gewinnung regenerativer
Energien, beispielsweise als Windpark, von vornherein
ausgeschlossen.
Steffen
Fuchs, der Landratskandidat von Bündnis 90/Die Grünen,
kritisierte dagegen die Entscheidung scharf: Bedauerlich
sei, dass die" eingebrachten guten Ideen für die zivile
Nachnutzung des Truppenübungsplatzes jetzt abgewürgt wurden
und damit für weitere Jahre auf Eis liegen!" red.
Donnerstag, 08.03.2012
Erfüllende Gemeinde Ohrdruf /Crawinkel
„Mehr Hilfestellung für den Bürger“
Stefan Schambach für gesplittete Abwassergebühren im Verbandsgebiet Apfelstädt-Ohra
Die Einführung gesplitteter Abwassergebühren hat
Stefan Schambach gefordert. Der Ohrdrufer
Bürgermeisterkandidat will sich für "mehr Hilfestellung für
die Bürger beim Ausfüllen der zugesandten Erfassungsbögen"
einsetzen. Dies schrieb der SPD-Politiker jüngst in einer
Pressemitteilung.
Im Wasser und
Abwasserzweckverband Apfelstädt-Ohra muss nach Schambachs
Ansicht "eine gesplittete Abwassergebühr eingeführt" werden.
Das bedeutet, dass die bisher anfallenden Abwassergebühren
aufgeteilt werden in Gebühren für das Schmutzwasser und in
Gebühren für die Oberflächenentwässerung. Den
Grundstückseigentümern wurden hierzu vor einigen Wochen
Erhebungsbögen zur Ermittlung der versiegelten Fläche
zugesandt, die nun ausgefüllt zurückgesandt werden müssen.
"Auch wenn der Zweckverband sich sichtlich bemüht hat, die
auszufüllenden Fragebögen möglichst einfach zu gestalten,
gibt es bei einer Reihe von Grundstückseigentümern offene
Fragen und Probleme beim Ausfüllen der Formulare. Der
Verband sollte deshalb im Rahmen von zusätzlichen
Sprechstunden in Ohrdruf, Georgenthal und bei
Bedarf auch in den anderen Verbandsgemeinden
dazu beitragen, dass auch diese Fragen und Probleme schnell
und unkompliziert gelöst werden können", so Stefan
Schambach, Kandidat der SPD für das Bürgermeisteramt in
Ohrdruf.
Der Kommunalpolitiker ist sich sicher, dass die
Hilfen in der Region dankbar angenommen werden und dass
dadurch auch das Verhältnis der Bürgerinnen und Bürger zum
zuständigen Wasser und Abwasserzweckverband positiv
beeinflusst wird. Schambach findet aber auch lobende Worte
für den Zweckverband unterdessen Werkleiter Thomas
Chowanietz: "Der Zweckverband setzt bei der Einführung der
gesplitteten Abwassergebühr auf Offenheit und Transparenz.
In Bürgerversammlungen wurden Hintergründe und Folgen der
Gebührenumstellung gut erklärt. Das ist der richtige Weg, um
bei den betroffenen Grundstückseigentümern Verständnis zu
erreichen aber auch um Ängste zu nehmen", so der
Kommunalpolitiker, der viele Jahre selbst als Verbandsrat im
Zweckverband Apfelstädt-Ohra tätig war und sich in dieser
Zeit stets für eine bessere Öffentlichkeitsarbeit des
Verbandes eingesetzt hat. red.
Donnerstag, 08.03.2012
Verbot für Gentechnik
Stadtrat Waltershausen traf Entscheidung
Waltershausen. Auf Flächen, die sich im
Eigentum der Stadt Waltershausen befinden, dürfen künftig
keine gentechnisch veränderten Pflanzen mehr angebaut
werden. Dies gilt für neu abzuschließende Pacht oder
Nutzungsverträge ebenso wie für Vertragsverlängerungen oder
Vertragsanpassungen. Der Stadtrat habe den Antrag der
Fraktion SPD Bündnis 90/Die Grünen einstimmig beschlossen,
informierte dazu Fraktionsvorsitzender David Ortmann.
Damit sei Waltershausen auch eine von wenigen Städten im
Freistaat, die dem Aktionsbündnis für eine gentechnikfreie
Landwirtschaft in Thüringen angehören wird.
Dienstag, 06.03.2012
SPD mit Ortsverein in Hörsel
Sechs Kandidaten für Gemeinderat
Hörsel. In der Landgemeinde Hörsel gibt
es jetzt auch einen SPD-Ortsverein. Er wurde am Mittwoch,
28. Februar in Mechterstädt gegründet.. Vorsitzender ist
Dieter Specht, der bisherige Vorsitzende des SPD-Ortsvereins
Mechterstädt, teilte Specht selber mit.
Die
Gründungsversammlung war zugleich Wahlversammlung. Der neue
Ortsverein stellte dabei die Liste zur Gemeinderatswahl auf.
Die SPD Hörsel wolle mit sechs Kandidaten um das Vertrauen
bei den Wählern bitten. Dabei handele es sich um Christina
Graul(selbständige Gewerbetreibende), Dieter
Specht(Angestellter), Ilja Stiehler(Niederlassungsleiter
eines IT- Unternehmens), Frank Wagner(Finanzkaufmann),
Manfred Bechmann(Rentner) und Klaus-Peter
Bauer(Diplom-Ingenieur FH/Installateur).

Freitag, 02.03.2012
Hey reist mit Politikern ins Kosovo
Gotha. Die Mitglieder des
Innenausschusses des Thüringer Landtages werden kommenden
Montag zu einer Reise ins Kosovo aufbrechen. Darüber
informiert der Gothaer Abgeordnete und Ausschussvorsitzende
Matthias Hey(SPD). Anlass der Reise seien
Meinungsunterschiede innerhalb der Thüringer Koalition.
Die SPD plädiere für einen zumindest vorübergehenden
Abschiebe-Stopp von Flüchtlingen in den Balkanstaat vor
allem in den Wintermonaten, die CDU sei dagegen. Eine
derartige Regelung sei deshalb im Landtag wegen der
Ungereimtheit innerhalb der Koalition im Februar nicht
zustande gekommen. Die Reise solle dazu dienen, sich mit den
Gegebenheiten im Nachkriegs-Kosovo besser vertraut zu
machen.

Mittwoch, 29.02.2012
Strich durch die Rechnung
Gemeinde Crawinkel macht von Vorkaufsrecht für ein Haus Gebrauch, das von Neonazis heimlich erworben wurde. 120 000 Euro Zusatzkosten, um Rechten Paroli zu bieten. Bitte um Finanzhilfe an Landesregierung
VON MICHAEL KELLER
Crawinkel. Außerplanmäßig angesetzt war
sie, die übliche Wochenpressekonferenz des Gothaer Landrates
Konrad Gießmann (CDU). Und nicht zufällig war der Termin
gewählt. Denn seit gestern ist es amtlich: Die Gemeinde
Crawinkel nutzt ihr Vorkaufsrecht auf das Gebäude
Bahnhofstraße 25. Die Immobilie, in der der Pächter der
Gaststätte "Drei Linden" derzeit keinen leichten Stand hat,
war 2011 von zwei polizeibekannten Rechtsextremen aus Gotha
ins Visier genommen worden. Sie hatten das schlecht
einsehbare Gebäude mit unübersichtlichem Grundstück
auserkoren, um hier einen Treffpunkt für Ihresgleichen zu
etablieren.
In des, der Plan scheiterte auch an der
Aufmerksamkeit von Crawinkels Bürgermeister Onno Eckert
(SPD). Der hatte, als es Anzeichen für den Verkauf des
Gebäudes an Neonazis gab, Verdacht geschöpft und die bereits
am Briefkasten angebrachten Namen durch eine
Internetsuchmaschine geschickt. Das Ergebnis bestätigte
seinen Verdacht auf braune Pest. Es habe sich dann, so
Eckert, die Frage gestellt: Wie gehen wir
damit um?
Machen lassen und klein halten oder aber das Problem
angehen? Eckert und sein Gemeinderat entschieden sich für
die kämpferische Variante. "Das ist ein Thema, bei dem man
Gesicht zeigen muss und sich nicht wegducken kann", erklärte
der Sozialdemokrat gestern die Entscheidung.
Man machte
sich kundig, führte unzählige Gespräche, ob es eine Handhabe
gebe, selber als Käufer aufzutreten, um den Plan der Rechten
zu verhindern. Von neun Möglichkeiten des Vorkaufsrechts
passte dann eine. Und der Gemeinderat handelte am letzten
Mittwoch noch in der zulässigen Acht Wochen Frist
kurzentschlossen und stimmte dem Kauf zu. Mit Zustellurkunde
informierte man schon tags darauf alle Beteiligten über das
Eigeninteresse an dem Haus, in dem künftig eine
Museumsgaststätte vorstellbar sei.
Bianka Eschrich,
Gothas Vizechefin der Polizeidirektion, lobte das rasche und
entschlossene Handeln der Gemeinderäte: "Sie haben Gesicht
gezeigt und alle an einem Strang gezogen." Die Polizei wolle
helfen und mit hohem Kontrolldruck einen Verdrängungseffekt
gegenüber den Rechten erzielen. Die Ordnungshüter hatten
bereits Anfang Februar einen Riegel vorgeschoben, als die
Neonazis in Crawinkel ein illegales Skinheadkonzert, getarnt
als Privatfeier, abhalten wollten. Es wurde aufgelöst.
Crawinkel mit seinen 1600 Einwohnern sei wohl auch nicht
ganz zufällig für die rechte Szene gewählt worden, vermutet
die Polizei Vizechefin. Denn es gebe "eine Konfliktlinie im
Ort". Das zeige schon der 9prozentige NPD Anteil bei den
letzten Gemeindewahlen.
120 000 Euro inklusive
Nebenkosten lässt sich Crawinkel sein Engagement gegen
Rechts kosten. Es ist exakt der Kaufpreis, den die
Verkäuferin "eine Frau, die frei ist von allen rechten
Vorwürfen" (Onno Eckert) von den Neonazis
bekommen sollte. Da der Haushalt noch nicht bestätigt war,
konnten Korrekturen vorgenommen werden, um den Kaufvertrag
rückabwickeln zu lassen und selbst als Käufer einzutreten.
Einige Steuernachzahlungen aus 2011 und Abstriche bei der
Wohnungsbewirtschaftung brachten das nötige Geld.
Gothas
Landrat hatte bereits am 14. Februar Thüringens
Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht und
Finanzminister Wolfgang Voss (beide CDU) um finanzielle
Unterstützung für Crawinkel gebeten bislang ohne
Reaktion. Erledigt ist die Sache aber ohnehin noch nicht.
Man rechne mit Widerspruch durch die Rechten, sagt
Bürgermeister Eckert.

Montag, 27.02.2012
Crawinkel zeigt Gesicht
150 Menschen demonstrieren mit einem Schweigemarsch gegen den Verkauf eines Grundstücks an mutmaßliche Rechtsextreme. „Crawinkler Bürgerbündnis für Demokratie" gegründet
VON AXEL EGER
Crawinkel. Dieser Marsch war
unübersehbar. Rund 150 Crawinkler haben am
Sonnabendnachmittag mit einem stillen Protestzug durch den
Ort gegen den Verkauf eines Grundstücks an mutmaßliche
Rechtsextreme protestiert (TA berichtete).
"Wir wollten
ein klares Zeichen setzen", sagte Bürgermeister Onno Eckert
(SPD). In der vergangenen Woche hatte sich die Gemeinde mit
zahlreichen Bürgern auf die Aktion verständigt und sie nur
durch Mund-zu Mund Propaganda im Ort bekannt gemacht. Das
geschah ganz bewusst, damit weder zu gereiste Sympathisanten
noch Gegner oder Krawallmacher die Aktion missbrauchen.
Mehr als 100 Meter lang war der Zug, der vom Markt bis zur
Bahnhofstraße marschierte und der auch bei vielen
Crawinklern am Straßenrand Zustimmung fand: Es gab grüßende
Worte oder einen hochgereckten Daumen aus einem Auto heraus.
In der ersten Reihe mit dem weißen Banner in der Hand
marschierten neben Bürgermeister Eckert die frühere
Bundestagsabgeordnete und jetzige Thüringer
Ausländerbeauftragte Petra Heß sowie der langjährige
Crawinkler Bürgermeister Stefan Schambach (beide SPD).
Auch sie treibt die Sorge um, dass der Ruf der 1600 Seelen
Gemeinde leiden könnte. Petra Heß war angetan von dem großen
bürgerschaftlichen Engagement in der kleinen Gemeinde, das
so spontan entstand. Stefan Schambach verwies auf die
Anstrengungen, die Crawinkel als Nachbargemeinde von Oberhof
derzeit unternimmt: "Wir wollen unseren Ort touristisch
profilieren, da wäre es verheerend, wenn wir in eine rechte
Ecke gerückt werden."
Leider habe er schon gehört, dass
es Stornierungen von Übernachtungen gab so, wie
in der Gaststätte "Drei Linden" die eine oder andere
Familienfeier abgesagt worden ist, was Bürgermeister Eckert
bestätigt.
Der bereits im Dezember erfolgte Verkauf des
Anwesens, auf dem die Gaststätte steht, bringt den
langjährigen Pächter unverschuldet in Bedrängnis. Am 4.
Februar hatte die Polizei eine erste Veranstaltung der
Rechten auflösen müssen.
Laut Eckert gehören die Käufer
zum Spektrum "rechts von der NPD" und zum Umfeld der 2005 in
Gotha gegründeten Rechtsrockband SKD. Eine rechtliche
Handhabe gegen den Verkauf ist schwierig, da dieser unter
Privatleuten erfolgte. Dennoch prüft die Gemeinde derzeit
ein mögliches Vorkaufs recht für das Grundstück geltend zu
machen. Allerdings wollte sich Eckert zum Stand der Dinge
nicht öffentlich äußern. Initiator des Schweigemarsches war
das ins Leben gerufene "Crawinkler Bürgerbündnis für
Demokratie", das sich erst in der vergangenen Woche
gegründet und die Demonstration kurzfristig am Donnerstag
angemeldet hatte.
Und es kamen erstaunlich viele junge
Leute. Wie Maria Cramer etwa. Für die gebürtige Crawinklerin
gehört "braunes Gedankengut nicht ins 21. Jahrhundert".
"Schön, dass unser Dorf zeigt, dass es so etwas nicht
duldet. Da bin ich dabei."

Montag, 27.02.2012
Kraftwerk kommt
Genossenschaftsversammlung macht Weg frei für Biomasseheizanlage in Günthersleben Wechmar
VON AXEL EGER
Wechmar. "Öffnen Sie den Boden und stellen Sie beiseite
alles das, was Ihnen unwichtig erscheint." Bei den
Blödelbarden Schobert & Black und ihrer musikalischen
Anleitung zum Bau eines "Holzwollschnitzelwerks" war alles
ganz einfach.
Nicht ganz so einfach war es in diesen
Tagen in Günthersleben Wechmar. Doch jetzt steht immerhin
fest: das geplante Biomassekraftwerk, ein Modellprojekt der Bürgergenossenschaft "Neue Energie" wird gebaut. Zwei
entscheidende Hürden wurden genommen. Zum einen konnte die
letzte Finanzierungslücke des 3 Millionen Projektes in Höhe
von etwa 750 000 Euro dank des Engagements einer Bank
geschlossen werden. Zum zweiten stimmte die außerordentliche
und öffentliche Genossenschaftsversammlung Freitagabend
einstimmig gegen den Entschließungsantrag auf Baustopp.
Uwe Walther, SPD Beigeordneter und zugleich Vorsitzender der
Genossenschaft, zeigte sich erleichtert: "Wir werden in den
nächsten Wochen nun die Baureife herstellen." Der Baustart
soll am 1. Mai erfolgen.
Biomasse in Form von Holzhackschnitzeln statt Erdgas mit
dieser Formel will sich ein Teil der Gemeinde unabhängig von
den Preiskapriolen auf den Weltmärkten machen. 81 private
Haushalte, die dafür einen Anteil von 5000 Euro zahlen, sind
bislang dabei. Walther hofft, noch während der Bauphase die
100 zu erreichen.
Ob die fünf Gemeindegebäude auch an die
neue Versorgung angeschlossen werden, ist zumindest aus
Sicht von Christian Lindner noch diskussionswürdig. Der
CDU Fraktionschef hatte in der Versammlung emotional seine
Verantwortung für die Gemeinde betont und auf zusätzliche
Kosten verwiesen.
Es war der Punkt, an dem sich die
weitgehend sehr sachliche Diskussion im mit knapp 100
Bürgern besetzten Gemeindesaal erhitzte. Die einen (CDU und
BfGW) warfen den anderen (Genossenschaft und damit SPD) vor,
seit einem Jahr keine Antworten auf ihre Fragen bekommen zu
haben, die anderen konterten, nur keine richtigen Fragen
erhalten zu haben.
Lindner will nun noch einmal alles mit
dem Gemeinderat durchrechnen. Dafür hatte schon am Abend
Aufsichtsrat Olaf Jungklaus plädiert. Ob aber eine Mehrheit
für den Verbleib der fünf Gemeindegebäude an der
Erdgasversorgung zusammenkommt, scheint eher fraglich. Der
Tenor unter den privaten Genossenschaftlern war mehrheitlich
positiv. Und während Vorstandschef Uwe Walther auf das gute
Miteinander von Firmen und Genossenschaft verwies, blätterte
Felix Elflein, der stellvertretende
CDU Kreischef, als
stiller Zuhörer in der Dokumentation eines Kolloqiums, das
sich kritisch mit den Grenzen von Bioenergie aus Holz
befasst.
Es ist eben doch nicht so einfach wie einst im
Lied besungen. Und es ist natürlich auch ein bisschen
Wahlkampf.
Freitag, 24.02.2012
Artikel der Kreistagsfraktion: OscarFr_24_02_2012.pdf
Freitag, 24.02.2012
Waltershausen soll gentechnikfreie Zone werden
Schutz für stadteigene Flächen beantragt
Waltershausen. Kein Platz für
gentechnisch veränderte Organismen. Nichts der gleichen soll
auf den 400 Hektar landwirtschaftlichen und
forstwirtschaftlichen Flächen der Stadt Waltershausen
kommen, geht es nach der Fraktion von SPD und Grünen im
Waltershäuser Stadtrat. Einen entsprechenden Antrag hat die
Fraktion schon gestellt. „Die grüne Gentechnik ist nach wie
vor eine Risikotechnologie, deren Auswirkungen auf Mensch
und Umwelt längst nicht ausreichend bekannt und ergründet
sind“, begründet Stadtrat Steffen
Fuchs den Antrag der
Fraktion. „Schließlich konnte die vermeintliche Sicherheit
für den Verbraucher bisher nicht über Langzeitstudien belegt
werden.“ ergänzt er.
Der beste Schutz davor sei, davon
die Finger zu lassen und den Anbau von gentechnisch
veränderten Organismen soweit wie möglich nicht zuzulassen.
Unterstützung bekommt Fuchs von SPD-Fraktionsvorsitzenden
David Ortmann. Der kündigt an: „Für land- und
forstwirtschaftlich genutzte Flächen, die sich im Eigentum
der Stadt Waltershausen befinden, soll in neu
abzuschließende Pacht- oder Nutzungsverträge ein Passus
eingearbeitet werden, der die Nutzung von gentechnisch
veränderten Organismen auf diesen Flächen untersagt“. Ebenso
solle bei anstehenden Vertragsverlängerungen oder
Vertragsanpassungen verfahren werden. Die Stadt soll nur
dann Verträge verlängern, wenn die Pächter auf Gentechnik
verzichten.
Mit Blick auf künftige Flächenversiegelungen
durch die Erschließung großflächiger Industrie- und
Gewerbeflächen sei ein Schutz der weiteren freien Flächen
unablässig.
Samstag, 18.02.2012

Kritik an Übungsplatzplänen
SPD und Bündnis 90/Die Grünen fordern die
Einbeziehung aller Betroffenen
Ohrdruf. Zu unserem gestrigen Artikel über die
Zukunft des Truppenübungsplatzes Ohrdruf erreichten unsere
Zeitung zwei Reaktionen:
Stefan Schambach aus Crawinkel,
Kandidat der SPD für das Bürgermeisteramt in Ohrdruf,
kritisiert die Art und Weise, wie über die Zukunft des
Areals des Truppenübungsplatzes Ohrdruf entschieden wurde.
"Ich hätte mir in Ohrdruf, in den weiteren Anliegergemeinden
und auch im Landkreis unter Beteiligung der Bundeswehr einen
breiten Dialog mit den Menschen gewünscht. Die Chance dafür
wurde leider verpasst", teilte Schambach mit, der am
Mittwochabend durch den SPD Kreisverband als
Bürgermeisterkandidat in Ohrdruf nominiert wurde.
Zwar
sei zu begrüßen, dass das Areal des Übungsgeländes mit der
nun getroffenen Entscheidung, es komplett in einen
Standortübungsplatz umzuwandeln, vor Zerstückelung bewahrt
werde. Trotzdem blieben viele Fragen offen. "Um die Antwort,
wie viele Menschen in Zukunft am Standortübungsplatzstandort
Ohrdruf noch Arbeit finden, drückt sich die Bundeswehr
derzeit schlichtweg herum", kritisiert Schambach.
Schambach fordert die Einrichtung einer ständigen
zivilmilitärischen Arbeitsgruppe unter Beteiligung der
Anrainerkommunen, damit alle offenen Fragen konstruktiv
erörtert werden können. Dabei könnte auch geklärt werden,
wie die Bundeswehr die einzigartige und geschützte
Offenlandschaft bei geringerer Übungstätigkeit im Gelände
erhalten will.
Für die Partei Bündnis 90/ Die Grünen
schreibt Landratskandidat Steffen Fuchs: "Egal, ob Atomkraft
oder Bundeswehrreform, es ist die altbekannte chaotische Art
dieser Bundesregierung: Nach dem Ausstieg kommt der
Ausstieg, diesmal in Form der Reinkarnation des
Standortübungsplatzes Ohrdruf in einer Light Version. Es ist
doch erstaunlich, wie konzeptlos die Bundeswehrreform
bereits auf kommunikativer Ebene angegangen wird von den
zugrunde liegenden Konzepten zum Umbau der Bundeswehr kann
da nicht mehr viel erwartet werden."
Die Bekanntgabe der
Standortschließungen durch Bundesverteidigungsminister
Thomas de Maiziere (CDU) im Oktober 2011 sollte nach Fuchs'
Ansicht auch den Truppenübungsplatz Ohrdruf mit
einschließen. Seither hätten Parteien, Tourismus und
Naturschutzverbände sowie Bürgerinnen und Bürger der
Anrainerkommunen Vorschläge für die zivile und nachhaltige
Nutzung des Platzes erarbeitet. Er sei enttäuscht, dass
diese Arbeit nun bis auf Weiteres nicht gewürdigt wird,
heißt es in der Pressemitteilung.
Die Menschen in der
Region hätten sich bereits mit der zivilen Nachnutzung
angefreundet, so Fuchs. "Der gesamte Landkreis hätte von der
Symbiose aus Naturschutz und naturnahem Tourismus
wirtschaftlich besser und nachhaltiger leben können als von
diesem Truppenübungsplatz light'.“
Quelle: tri

Samstag, 11.02.2012
SPD Hörsel gründet sich
Mechterstädt. Der SPD-Ortsverein
Mechterstädt ruft in den elf Ortsteilen der Landgemeinde
Hörsel zur Gründung der SPD Hörsel auf. Zu einem gemeinsamen
Kennenlernen lädt er für Dienstag, 14. Februar, 19 Uhr, in
den Seniorenclub Mechterstädt am Lindenplatz ein.
In
Vorbereitung der Bürgermeister- und Gemeinderatswahl am 22.
April will die SPD eine Liste aufstellen und bietet
Bürgerinnen und Bürgern aus Neufrankenroda, Metebach,
Ebenheim, Weingarten, Trügleben, Laucha, Aspach, Teutleben,
Hörselgau, Fröttstädt und Mechterstädt an, darauf für die
Wahlen zum neuen Gemeinderat zu kandidieren. Die Liste ist
offen auch für Bürgerinnen und Bürger, die nicht der Partei
nahe stehen. Mit ihr soll erreicht werden, dass Vertreter
aus allen Ortsteilen dem neuen Gemeinderat von Hörsel
angehören.
Mittwoch,
08.02.2012
75 neue Arbeitsplätze
Auricher Unternehmen Enercon produziert Windkraftanlagen und
will in Gotha ein neues Logistikzentrum errichten.
Dafür wurde eine 14
Hektar große Industriebrache gekauft, auf der früher ein
Teil des Gummiwerks stand
VON MICHAEL KELLER
Erfurt/Gotha. Enercon kommt. Der Windenergie Marktführer
Marktanteil nach eigenen Angaben 60 Prozent wird
in Gotha Ost ein Logistikzentrum errichten (wir
berichteten). Dazu hat das Unternehmen, das 1984 im
niedersächsischen Aurich mit gerade mal vier Leuten
gegründet wurde, ein 14 Hektar großes Grundstück erworben.
Darauf befand sich früher ein Betriebsteil des Gummiwerks
Thüringen.
Das seit 1992 brach liegende Gelände verfügt
über einen Bahn und Straßenanschluss und werde nun
endlich einer neuen Nutzung zugeführt, wie Gothas
Oberbürgermeister Knut Kreuch (SPD) anlässlich der
Bekanntgabe der Ansiedlungspläne gestern im Thüringer
Wirtschaftsministerium in Erfurt erleichtert verkündete.
Der Hersteller von Windenergieanlagen will
auf dem Areal schon im April dieses Jahres mit der Sanierung
beginnen, wie Enercon Service Chef Volker Kendziorra
bekanntgab. Im Juli soll in Gotha der Startschuss für die
Ersatzteillogistik fallen, im November der für die
Retourenlogistik.
Ab Januar 2013 sollen am neuen Standort
die ersten Ersatzteile für den Produzenten der
Windenergieanlagen repariert werden. Für diesen Bereich
plant der Investor 55 Arbeitsplätze. Für das zweite
Enercon Standbein, ein Schulungszentrum für Monteure für
Windkraftanlagen, sind 20 weitere Stellen in der Planung, so
Kendziorra.
Seit etwa drei Jahren sei diese
Großansiedlung bereits im Gespräch, verriet Thüringens
Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD). Für ihn ist
Enercon erste Wahl, da dieses Unternehmen die Produktion von
Windkraftanlagen zur Spitzenbranche gemacht habe.
Enercon
produziert seit 1991 getriebelose Windkraftanlagen,
unterhält Standorte in Aurich, Emden und Magdeburg.
International ist man in Schweden, Brasilien, Portugal,
Kanada und in der Türkei aktiv, Weltweit beschäftigt das
Unternehmen 180 Ingenieure und betreibt 160
Servicestationen. Die sind notwendig, um global 18 000
Windkraftanlagen zu warten und zu reparieren.
Gotha habe
man wegen seiner zentralen Lage in Deutschland ausgewählt,
so der Enercon Service Chef. Die Fördermittel seien da eher
zweitrangig gewesen. Neben der geografischen Lage sei
allerdings auch der solide Arbeitsmarkt entscheidend
gewesen.
Das biete die Möglichkeit, so Kendziorra,
Menschen aus der Arbeitslosigkeit zu holen. Zudem sieht das
Unternehmen auch Synergieeffekte in Thüringen, wenn es darum
geht, weitere Windkraftanlagen zu errichten und zu
verkaufen. Beim Wirtschaftsminister kommt das gut an, da man
ohnehin vorhabe, die Kapazität hiesiger Windkraftanlagen von
800 auf 3200 Megawatt auszuweiten.
"Die Baugenehmigung
kommt, da gibt es nichts", sagte ein sehr zufrieden
wirkender Gothaer Oberbürgermeister. Für Knut Kreuch ist
diese Ansiedlung auch eine Chance für Zuzüge oder die
Ausweitung der Übernachtungskapazitäten. Schließlich plant
der Investor, jährlich rund 3500 Aufbau und
Servicemonteure in Gotha für die unterschiedlichen
Windenergieanlagen Typen zu schulen.
Gotha sei auch in
eine gemeinsame Initiative mit dem Land eingebunden, bei der
es um die Erschließung von strategischen Großflächenreserven
geht. Gotha habe im Süden der Kreisstadt dafür 50 Hektar
Fläche in Autobahnnähe zu bieten. In der Stadt selber
stünden noch rund 20 Hektar, diese allerdings nur auf
mehrere Plätze verteilt, zur Verfügung.
Enercon versorgt
bislang seine Aufbau und Serviceteams allein vom
Hauptstandort Aurich aus mit Ausrüstung, Material und
Ersatzteilen. Mit dem neuen Logistik Standort habe man auf
das kontinuierliche Wachstum des Unternehmens reagiert,
heißt es.
Dienstag, 07.02.2012
SPD für Bürgermeister
Brychcy
CDU-Amtsinhaber wird
unterstützt
Waltershausen.
Die SPD Waltershausen wird Michael Brychcy (CDU) bei den
Bürgermeisterwahlen am 22. April 2012 unterstützen. Das
haben die Genossen auf Vorschlag des
SPD-Ortsvereinsvorsitzenden
David Ortmann beschlossen.
Amtsinhaber Brychcy könne sich über ein einstimmiges Votum
der SPD-Mitglieder freuen.
Knapper werdende Finanzen und
demografischer Wandel sind laut Ortmann große
Herausforderungen in den nächsten Jahrzehnten. Waltershausen
könne nur gestärkt aus der Situation herausgehen, "wenn alle
an einem Strang ziehen, statt sich im Kleinklein zu
verstricken".
Spezielle Bedingungen hätten die
Sozialdemokraten für die Partnerschaft mit der CDU nicht
gestellt. Ortmann: "Es handelt sich um einen
Vertrauensbeweis dafür, dass der Bürgermeister seine
Zusammenarbeit mit den Sozialdemokraten so fortsetzen wird
wie bisher." Brychcy habe versichert, dass er sich an seinen
Taten messen lassen werde und sei der Ansicht, dass
"Waltershausen bereits durch dieses Bündnis gewonnen hat".
Dienstag, 07.02.2012
Schambach kandidiert in
Ohrdruf
SPD-Mann will
Bürgermeister werden
Ohrdruf. Der Crawinkler Stefan Schambach soll
Bürgermeister von Ohrdruf werden zumindest, wenn es nach dem
Willen der SPD geht. Am 15. Februar soll Schambach nominiert
werden, informierte der SPD-Kreisverband.
Schambach wurde
der Mitteilung zufolge in Ohrdruf geboren und war von 1999
bis 2010 Bürgermeister seines heutigen Wohnortes Crawinkel.
Der SPD-Politiker setze sich zum Ziel, dass die Stadt
Ohrdruf alle ihr gebotenen Chancen in Zukunft konsequent und
beherzt nutzt. Hierzu zählten auch die Planungen für ein
Pumpspeicherwerk in der Region. Der Politiker werde die
Erweiterung des Ohrdrufer Gewerbegebietes anpacken. Außerdem
wolle er den Dienstleistungscharakter der Stadtverwaltung
Ohrdruf stärken und die Verwaltung effizienter gestalten.
Schambach ist derzeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter der
SPD-Fraktion im Thüringer Landtag tätig und zuständig für
die Fachbereiche Haushalt und Finanzen. Seit 2009 ist er
Mitglied im Kreistag Gotha und dort stellvertretender
Vorsitzender der Fraktion SPD-Bündnis 90/Die Grünen.
Ohrdruf habe sich seit der Wiedervereinigung gut entwickelt,
wird Schambach zitiert. Die Stadt müsse aber mehr mit ihren
Pfunden wuchern.

Freitag, 03.02.2012
Pidde wurde wiedergewählt
Waltershausen. Dr. Werner Pidde ist als
Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion
wiedergewählt worden. Die Fraktion sprach dem Waltershäuser
Abgeordneten in geheimer Wahl mit 94 Prozent ihr Vertrauen
aus, ließ Pidde mitteilen. Er wolle sich weiter dafür
einsetzen, "dass die Reibungsverluste in der
Regierungskoalition minimiert werden und die Opposition in
alle Entscheidungsprozesse eingebunden wird".
Donnerstag, 02.02.2012
Gemeinsames Team für den Wahlkampf
SPD-Kandidaten wollen neue Wege gehen
Gotha. Politmarketing statt
Wahlkampf - mit einem neuen Begriff haben
SPD-Landratskandidat Uwe Walther und SPD-Oberbürgermeister
Knut Kreuch den Wahlkampfauftakt eingeläutet. "Wir haben das
Wort Kampf' aus dem Wahlkampfteam gestrichen", heißt es in
einer gemeinsamen Pressemitteilung. "Denn unser
Politmarketingteam wirbt zusammen für politische Inhalte."
Ein siebenköpfiges Team stehe den SPD-Kandidaten zur Seite.
Im Team gebe es einen Pressesprecher, einen Organisator,
einen Mitarbeiter für die neuen Medien, eine
Redaktionsleiterin, einen Webmaster und zwei fachliche
Berater, die gemeinsam für das "Duo Gotha" arbeiten.
Beide Politiker wollen bewusst neue Wege gehen und das alte
verstaubte Image eines "Wahlkampfes" durch ein lebendiges
Politmarketing ersetzen. dazu gehören Imagefilme, die im
Internet auf verschiedenen Plattformen angeschaut werden
können.
Dienstag, 31.01.2012
Frank Ritter kandidiert erneut
SPD-Ortsverein nominierte ihn
Günthersleben-Wechmar. Der SPD-Ortsverein
Günthersleben-Wechmar habe Frank Ritter mit großer Mehrheit
zum Kandidaten für die Bürgermeisterwahl am 22. April 2012
nominiert, teilte Ritter gestern mit. Er bewerbe sich damit
um eine zweite Amtszeit. Ortsvereinsmitglied und
Landratskandidat Uwe Walther begrüße die Nominierung: "Nach
seiner erfolgreichen Arbeit in den letzten sechs Jahren ist
dies eine sehr gute Entscheidung."
Ritter will die
begonnenen Projekte fortsetzen und sich verstärkt für den
Wohn‑ und Wirtschaftsstandort stark machen. Wichtige Ziele
seien: Erweiterung des Kindergarten, Schaffung neuer
Bauplätze, Errichtung von Mietwohnungen besonders für junge
Leute. Außerdem sollten weiteren Unternehmen die Möglichkeit
der Ansiedlung gegeben werden. "Parteigeplänkel hat in der
Kommunalpolitik keinen Platz", sagte Ritter.
Montag, 30.01.2012
Für weitere zwei Jahre bestätigt
Petra Heß bleibt
SPD-Kreischefin
Friedrichroda. Die
Sozialdemokraten im Kreis Gotha haben ihrer Führung erneut
das Vertrauen ausgesprochen. Petra Heß wurde zum
Kreisparteitag in Friedrichroda für weitere zwei Jahre als
Vorsitzende bestätigt. In geheimer Wahl erhielt sie 42 ja
bei sieben Gegenstimmen und drei Enthaltungen. Wie während
der zurückliegenden Amtsperiode stehen ihr Uwe Walther und
Gabi Reichstein als Stellvertreter zu Seite. Dem neuen
Vorstand gehören ferner Margot Schletz, Marius
Abendroth‑Sieboldt, die Beisitzer Sascha Bohn, Frieder
Eccarius, Christian Gimm und Marko Wölk sowie Christian
Theodor(Jusos) an. Vom alten Vorstand traten Jörg
Schweitzberger, Martina Grauel und Andreas Witschel nicht
mehr an.
Als nächstes Ziel gab Heß die Landrats- und
Bürgermeisterwahlen am 22. April aus. Mit Uwe Walther habe
der Kreisverband einen Kandidaten aufgestellt, der von
Bürgern nominiert wurde. Ähnliches stellt sie sich auch für
Bürgermeisterwahlen vor. In Ohrdruf bringt die SPD einen
namhaften Bewerber gegen Amstinhaberin Marion Hopf (CDU) ins
Rennen: Stefan Schambach, Kreistagsmitglied und
Ex-Bürgermeister von Crawinkel.
Nach Einschätzung von
Petra Heß habe der Kreisverband Fahrt aufgenommen",
besonders bei organisatorischen Belangen. Die inhaltliche
Arbeit müsse aber noch ausgebaut werden, so die
Kreisvorsitzende. Sie nannte die Arbeit des Ortsverbandes
Waltershausen beispielhaft. Unter Führung von David Ortmann
habe die Ortsgruppe 2011 den größten Zuwachs erfahren. 12
neue Mitglieder verstärken deren Reihen. Der
SPD-Kreisverband zählt insgesamt 384 Mitglieder.
Quelle: wifi
Samstag, 28.01.2012
Tabarz wirbt ums Emsetal
Gemeindefusion sollte das Ziel sein
Tabarz. Tabarz möchte sich mit dem Emsetal
vereinigen ‑ das geht aus einer Pressemitteilung des
Tabarzer Bürgermeister, Matthias Klemm (SPD), hervor.
Hintergrund. Die Gemeinde Emsetal habe die
3000-Einwohner-Grenze unterschritten und müsse sich nach den
geltenden Thüringer Landesgesetzen im Jahr 2013 einer
anderen Kommune anschließen. Es werde deshalb ab dem Jahr
2013 auch keinen hauptamtlichen Bürgermeister in der
Gemeinde Emsetal mehr geben.
Grundsätzlich ergebe sich
für das Emsetal die Möglichkeit, sich mit der Stadt
Waltershausen oder der Gemeinde Tabarz zusammenzuschließen.
Er, Klemm, habe vom Gemeinderat Tabarz die Zustimmung
erhalten, mit der Gemeinde Emsetal zu diesem Thema Kontakt
aufzunehmen.
Obwohl laut gesetzt der Gemeinderat Emsetal
entscheidungsbefugt sei, sollten nach Ansicht Klemms die
Bürgerinnen und Bürger gehört werden. Für Tabarz habe er
"schon vor Jahren festgelegt, dass bei einer geplanten
Gemeindefusion eine Bürgerbefragung durchgeführt wird und
diese als Grundlage für einen Gemeinderatsbeschluss dienen
soll".
Nach Auffassung des Tabarzer Bürgermeisters gibt
es ganz klar eine Vorzugsvariante: "Die Gemeinde Tabarz ist
mit der Gemeinde Emsetal in vielen Bereichen vergleichbar
und eine Verbindung auch geografisch sinnvoll."
Freitag, 27.01.2012
Klemm für Bürgerentscheid
EMSETAL MUSS 2013 FUSIONIEREN
Matthias Klemm, der Bürgermeister von Tabarz, macht sich
Sorgen. Der Grund: Die Nachbargemeinde Emsetal hat die 3 000
Einwohner‑Grenze unterschritten. "Sie muss sich deshalb nach
den gültigen Thüringer Landesgesetzen im Jahr 2013 einer
anderen Kommune anschließen. Es wird deshalb ab dem Jahr
2013 auch keinen hauptamtlichen Bürgermeister in der
Gemeinde Emsetal mehr geben", so Klemm.
Grundsätzlich ergibt sich für das Emsetal die Möglichkeit,
sich mit der Stadt Waltershausen oder der Gemeinde Tabarz
zusammenzuschließen. Mit Waltershausen verbindet das Emsetal
eine gemeinsame Grenze - 200 Meter lang und im Lauchschen
Holz gelegen.
Tabarz ist der "direkte" Nachbar der
Emsetaler. Genau da setzt Klemm an: Als Bürgermeister von
Tabarz habe ich vom Gemeinderat die Zustimmung erhalten, mit
der Gemeinde Emsetal zu diesem Thema Kontakt aufzunehmen. Es
gab im Sommer 2011 ein Gespräch ‑ mehr nicht." Doch Klemm
vermisst das Interesse: "Leider habe ich den Eindruck, dass
seitens der Verantwortlichen des Emsetals ein
ausschließliches Interesse besteht, sich mit Waltershausen
zusammenzuschließen, da die Gemeinde Tabarz in Beratungen zu
diesem Thema bisher konsequent nicht eingebunden wurde,
obwohl die Zeit drängt."
Von guten Gesprächen spricht
dagegen Michael Brychcy, der Bürgermeister der Stadt
Walterhausen. Der führt ‑ im Auftrag seines Stadtrates
Gespräche mit dem Emsetal. Aber wir stehen ziemlich am
Anfang", meint der Waltershäuser Verwaltungschef, dessen
Wiederwahl im April nach der Übereinkunft zwischen CDU und
SPD nur noch als Formsache gilt.
Die Gespräche führt
Brychcy "im kleinen Kreis". Grundsätzlich entscheidet nur
der Gemeinde- bzw. Stadtrat allein über eine Gemeindefusion,
nicht die Bürger!
Genau das mag Klemm nicht: "Als
Bürgermeister von Tabarz empfinde ich das grundsätzlich als
nicht ausreichend! Die Bürgerinnen und Bürger müssen gehört
und in so eine wichtige Entscheidung eingebunden werden. Für
Tabarz habe ich schon vor Jahren festgelegt, dass bei einer
geplanten Gemeindefusion eine Bürgerbefragung durchgeführt
wird und diese als Grundlage für einen Gemeinderatsbeschluss
dienen soll.
Dagegen hat auch Brychcy nichts: "Eine
Bürgerbefragung macht schon Sinn. Wir wollen die Menschen ja
mitnehmen." Waltershausen und Emsetal? Für Klemm macht das
keinen Sinn. Tabarz als Partner schon eher: " Im Interesse
der Bürgerinnen und Bürger sollte ein Partner gesucht
werden, mit dem auf gleicher Augenhöhe gearbeitet werden
kann. Tabarz und das Emsetal sind in vielen Bereichen
vergleichbar und eine Verbindung auch geografisch sinnvoll."
Brychcy hält Klemms Vorstoß für verzichtbar: "So öffnet er
sich keine Türen!
weitere Artikel als PDF-Datei: Oscar_Fr_27_01_12_2.pdf
Freitag, 27.01.2012
Vorschläge für SPD-Vorstand
Waltershausen. Die SPD Waltershausen will sich mehr in die Arbeit des SPD‑Kreisverbandes einbringen ‑ und schickt zwei Kandidaten für die Vorstandswahlen ins Rennen. Die Genossen wollen heute Abend zum Kreisparteitag im Berghotel in Friedrichroda einen neuen Kreisvorstand wählen. "Mit Marco Wölk und Christian Gimm wollen wir zwei unserer besten Männer in den Kreisvorstand der SPD entsenden", informiert David Ortmann, Vorsitzender der SPD Waltershausen. Außerdem hätten die Waltershäuser Dr. Werner Pidde für den Landesvorstand vorgeschlagen. Der Landtagsabgeordnete arbeite seit acht Jahren im höchsten Gremium der Sozialdemokraten in Thüringen.
Donnerstag, 26.01.2012

Gotha will Bürger stärker beteiligen
Im
Februar Befragung zur Gartenstraße
Gotha.
Tendenz steigend. Diesen Tenor machte Oberbürgermeister Knut
Kreuch (SPD) gestern Abend zur ersten Sitzung des Stadtrates
im neuen Jahr an nahezu allen Stellen aus. Steigende
Beschäftigungsquoten, größtes Wachstum beim Tourismus weil
steigende Besucherzahlen, steigende Übernachtungen und
steigende Stadtführungen, dazu kräftigster Anstieg der
Zuwanderungszahlen: Der Überschuss der Zuzüge betrug im
vorigen Jahr immerhin 220. Das alles, so Kreuch, sei Gotha.
Sozusagen als Reverenz an die Mitbürger will die Stadt diese
stärker denn je in Entscheidungsprozesse einbinden. Schon
heute gibt es eine Bürgerversammlung in Gotha-Ost, ehe im
Februar per Rathaus-Kurier die "1. Gothaer Bürgerbefragung"
durchgeführt wird.
Zur Abstimmung steht dann der
Projektentwurf für die Bebauung der»Gartenstraße, wo
leerstehende Wohnblöcke verschwinden und ein Einkaufszentrum
entstehen soll. Mit den klaren Worten "ja oder Nein" könne
jeder Gothaer mit Name und Anschrift sagen, was seine
Meinung dazu ist, sagte Kreuch - und fügte vorsichtshalber
an, dass "dieses Votum zwar nicht bindend" sei, aber vom
Stadtrat sehr wohl "als wichtiger Hinweis" wahrgenommen
wird.
Wie heftig die Kontroverse darüber in der Stadt
geführt werden dürfte, ließ gestern schon die scharfe
Nachfrage von Bernd Fundheller (Linke) ahnen. "Das ist keine
Stadtentwicklung", sagte er.
Quelle: ae
Dienstag, 24.01.2012 
SPD für den Pumpspeicher
Tambach-Dietharz. Der SPD-Kreisverband
soll sich für den Bau des Wasserspeicherkraftwerkes an der
Schmalwassertalsperre Tambach-Dietharz aussprechen und sich
auf allen erforderlichen politischen Ebenen für die
Investition einsetzen. Das sehe der Antrag der
SPD-Waltershausen und des Landratskandidaten Uwe Walther für
den Kreisparteitag am Freitag in Friedrichroda vor, erklärte
David Ortmann, SPD-Vorsitzender in Waltershausen.
Weil
der Plan auch Auswirkungen auf die Gemarkung anderer Städte-
und Gemeinden im Landkreis habe, gelte folgende Forderung:
Die Einrichtung der zur Versorgung des
Wasserspeicherkraftwerkes benötigten rund 30 Kilometer
langen 380-KV-Leitung von Gotha in Richtung Süden habe nach
ökologischen und nachhaltigen Gesichtspunkten zu erfolgen.

Montag, 23.01.2012
Gespräche über den Übungsplatz
Günthersleben-Wechmar. Am morgigen
Dienstag, 19:00 Uhr, lädt der Waltershäuser
SPD-Landtagsabgeordnete Werner Pidde zu einer
Diskussionsrunde über die Zukunft des Ohrdrufer
Truppenübungsplatzes in den Gemeindesaal, Bachstraße 1,ein.
Mit Bürgermeistern und Vertretern der Region will Pidde
gemeinsam mit seiner Landtagskollegin Eleonore Mühlbauer,
zugleich SPD-Landratskandidatin für den Ilmkreis, über
Möglichkeiten sprechen, das Areal zukünftig sinnvoll zu
verwenden. Mühlbauer fordert für die aufgegebenen
Bundeswehrstandorte einen angemessenen Ausgleich.
Samstag, 21.01.2012
Zukunft des Truppenübungsplatzes
Ohrdruf
Abgeordneter Dr.
Werner Pidde: "Alternative Ideen
voranbringen"
Waltershausen (lg)
- Es gilt jetzt durch alle Ideen die Entwicklung des
Geländes des Truppenübungsplatzes
Ohrdruf
schnellstmöglich voranzubringen", kommentiert Dr. Werner
Pidde die Antwort der Landesregierung auf seine
Parlamentarische Anfrage.Diese sollten sich auf Nutzungen im
Sinne des Umwelt‑ und Naturschutzes, des Tourismus oder der
erneuerbaren Energien beziehen. "Um hier schnell eine
Umsetzung bestimmter Projekte zu verfolgen, ist eine enge
Zusammenarbeit der Landesbehörden sowie aller weiteren
Akteure mit den Kommunen vor Ort notwendig", so der
Landtagsabgeordnete. Der Truppenübungsplatz ist nach der
bisherigen militärischen Nutzungsplanung bis zum Ende des
Jahres 2013 ausgebucht und bleibt daher als solcher
mindestens bis zu diesem Zeitpunkt mit den entsprechenden
Auswirkungen auf die Arbeitsplätze erhalten. "Das ist nicht
viel Zeit, daher müssen jetzt Entscheidungen vorbereitet
werden", so der SPD-Politiker. Überlegungen der Bundeswehr,
einen kleinen Teil der Gesamtfläche als Standortübungsplatz
zu nutzen, sollen bis Ende März durch eine Feinausplanung
untersetzt werden. Insgesamt umfasst der Truppenübungsplatz
Ohrdruf eine Fläche von rund 46 km. Davon werden zirka 82
Prozent der Fläche vom Landkreis Gotha, die restlichen 18
Prozent vom Ilm-Kreis in Anspruch genommen. Mit 40 Prozent
hat die Gemeinde Wölfis den größten Anteil. Im Landkreis
Gotha entfallen weitere 18 Prozent auf die Gemarkung
Ohrdruf, je 10 Prozent auf die Gemarkungen Wechmar und
Mühlberg sowie 2 Prozent Flächenanteil entfallen auf die
Gemarkung Hohenkirchen und weitere 2 Prozent auf die
Gemarkung Schwabhausen.
Im Hinblick auf die
Munitionsbelastung bzw. andere umweltgefährdende Altlasten
waren bis zum 30.11.2011 rund 52 Prozent der Gesamtfläche
vollständig geräumt.
26 Prozent wurden bislang
oberflächlich, das heißt bis zu einer Tiefe von 30
Zentimetern, geräumt. Somit sind etwa 22 Prozent der Fläche
nicht geräumt. Seit 1998 wurden 590 Tonnen Munitionsschrott
und 1,8 Millionen Tonnen allgemeiner Schrott entsorgt. Nicht
transportfähige Munition wurde vor Ort gesprengt. Für Pidde
steht fest: " Klare Regeln zur Altlastsanierung müssen hier
verhandelt werden."
Samstag, 21.01.2012
Finanzierung für Gotha bis 2016
sicher
Neuer Vertrag zur
Philharmonie
Gotha.
Die neue Finanzierungsvereinbarung der
Thüringen-Philharmonie Gotha wurde am gestrigen Freitag in
Gotha unterzeichnet. Daran nahmen Kultusminister Christoph
Matschie (SPD), Landrat Konrad Gießmann (CDU), der Gothaer
Oberbürgermeister Knut Kreuch (SPD) sowie Gabriele
Reichstein als Vorsitzende des Orchester-Trägervereins teil.
Mit ihren Unterschriften sicherten die drei Zuwendungsgeber
- Land, Landkreis und Stadt - ihre finanzielle Unterstützung
für 2013 bis 2016.
Die Thüringen-Philharmonie erhält nach
Angaben des Trägervereins ab kommendem Jahr jährlich
annähernd 2,4 Millionen Euro. Dazu erhöht der Landkreis
Gotha seinen Anteil von 998 000 Euro auf 1,06 Millionen
Euro. Die Stadt stockt ihren Etat von 500 000 Euro auf 533
000 Euro auf. Der Freistaat steuert gleichbleibend 800 000
Euro bei. Zusätzlich bezuschusst er die Kooperation mit dem
Theater Erfurt ab 2013 mit 400 000 Euro. Das sind 50 000
Euro mehr als in diesem Jahr.

Samstag, 21.01.2012
Unterschrift als letzter Akt
Gestern wurde die Finanzierungsvereinbarung für die
Thüringen Philharmonie Gotha bis zum Jahr 2016
unterzeichnet. Nur durch kräftige Mittelaufstockung von
Kreis und Stadt gelang der Erhalt des renommierten
Klangkörpers
VON
MICHAEL KELLER
Gotha.
Endlich ist der letzte Akt vollzogen - die Unterschrift
unter die Finanzierungsvereinbarung für die Thüringen
Philharmonie Gotha. Nun herrscht Sicherheit, wenigstens bis
2016. So lange gilt die Vereinbarung. Er hoffe, so Gothas
Oberbürgermeister Knut Kreuch (SPD), dass die nächste ohne
zeitliche Befristung sein möge.
Sein Parteikollege
Christoph Matschie, seines Zeichens Thüringens
Kultusminister sowie Landrat Konrad Gießmann (CDU) hatten
sich gestern ebenso zur feierlichen Unterschrift im
Probenraum des Klangkörpers eingefunden, wie die Musiker
selber.
Es wurden Floskeln bemüht wie die von der "großen
Kraftanstrengung zum Erhalt des Orchesters" oder die des
"gut angelegten Geldes". Dabei wäre es fast an diesem
gescheitert. Gothas Oberbürgermeister blendete auf den
sechsten Tag seiner Amtszeit zurück, als er nach Erfurt
bestellt wurde, um mitgeteilt zu bekommen, dass die
Thüringen Philharmonie abgewickelt werden solle.
Der neue
Vertrag mit vierjähriger Laufzeit sieht vor, dass der Kreis
jährlich 1,065 Millionen Euro an Zuschüssen an das Ensemble
zahlt. Das sind 66 600 Euro mehr als zuvor.
Die Stadt
Gotha steuert 533 000 Euro bei, was einem Mehrbetrag von 33
400 Euro entspricht. Das Land ist mit 800 000 Euro im Boot,
zuzüglich 400 000 Euro, die über den Umweg Theater Erfurt
gezahlt werden. Dieses wiederum reicht die Summe an die
Thüringen Philharmonie weiter, welche sich im Gegenzug
verpflichtet, in der Landeshauptstadt Konzerte zu geben.
Die Erhöhung des Orchesteretats war unumgänglich geworden,
um den Musikern am Flächenvertrag angelehnte Gehälter zahlen
zu können. Das Land hatte diese Tarifangleichung zwingend
verlangt, sich aber nicht an deren Finanzierung beteiligt.
Und so verwunderte es gestern den einen oder anderen Gast
der Unterschriftenzeremonie, dass der Kultusminister diesen
Fakt als Erfolg verkaufte. Matschie beeilte sich zu
erklären, man dürfe nicht frag en, wie viel Kultur sich
Thüringen leisten könne, sondern was Kultur für dieses Land
leisten könne. Er anerkannte aber im Gegenzug auch, dass es
ohne das stärkere finanzielle Engagement von Kreis und Stadt
nicht möglich gewesen wäre, das 360 Jahre alte Orchester zu
erhalten. Thüringen wäre ohne das Orchester ärmer, so der
Kultusminister. Es sei aus der Kulturlandschaft des
Freistaates nicht mehr weg zudenken.
Landrat Konrad
Gießmann erinnerte nochmals daran, dass es "ein steiniger
und nicht einfacher Weg bis zur Unterschrift" gewesen sei.
Er hätte aber gern noch mehr finanzielles Engagement seitens
des Landes gehabt.
Freitag, 20.01.2012
Kreis-SPD will sich neue
Identität geben
Kommission
soll dafür eingesetzt werden
Gotha.
Der SPD-Kreisverband Gotha will 2013 ein
Zukunftspapier für den Landkreis Gotha erarbeiten. Das sehe
ein gemeinsamer Antrag der Ortsvereine Waltershausen und
Crawinkel vor, teilte David Ortmann, Chef des
SPD-Ortsvereins Waltershausen, mit.
Auf dem
Kreisparteitag am Freitag, 27. Januar im Ahorn-Berghotel in
Friedrichroda, solle die Einsetzung einer
Grundsatzkommission beschlossen werden. Das siebenköpfige
Gremium soll aus einem Vorsitzenden für inhaltliche und
einen Vorsitzenden für organisatorische Angelegenheiten
sowie je einen Verantwortlichen für Soziales, Wirtschaft,
Umwelt- und Parteiorganisation bestehen. die Identität des
SPD-Kreisverbandes solle von der Kommission für eine längere
Zeit bestimmt werden.
Dienstag, 17.01.2012
Übungsplatz soll friedlich genutzt
werden
Kreistagsfraktion
legte Themen für 2012 fest
Gotha.
Die Zukunft des Truppenübungsplatzes in Ohrdruf
stand im Mittelpunkt der Diskussion bei der Klausurtagung
der Kreistagsfraktion von SPD und Bündnis 90/Die Grünen,
teilte die Fraktionsvorsitzende Gabriele Reichstein mit.
"Der Truppenübungsplatz Ohrdruf ist seit 106 Jahren,
Bestandteil der Umgebung der Menschen in dieser Region. Nun
soll er einer friedlichen, zukunftsorientierten Nutzung
zugeführt werden, so, wie es die Menschen der Region
wollen", sagte Stefan Schambach (SPD). Bis zur endgültigen
Entscheidung habe man eine Reihe von Veranstaltungen dazu
geplant.
Photovoltaik, Windkraft und Biomasse waren die
Stichpunkte, die im Zusammenhang mit der Kreisentwicklung
und der ökologischen Umgestaltung des Landkreises eine
entscheidende Rolle spielen sollen. Steffen Fuchs,
stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Landratskandidat
von Bündnis 90/Die Grünen erklärte: "Wir werden weiter für
eine Photovoltaikanlage auf dem Gelände der Mülldeponie
streiten." Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit der Fraktion
soll auf der weiteren Konsolidierung des Kreishaushaltes und
der Haushaltkontrolle liegen. Dazu wurde eine kleine
arbeitsfähige Gruppe gegründet, die die Umsetzung des
Haushaltes genau unter die Lupe nehmen werde.
Samstag, 14.01.2012
"Fakten kommen nur schleppend"
TA-Interview
mit Matthias Hey (SPD), Landtagsabgeordneter und
Vorsitzender des Innenausschusses.
Untersuchungsausschuss
für Thüringen zur Aufklärung der Neonazi-Mordserie dringend
nötig
Gotha. Matthias
Hey ist ein gefragter Mann. Gerade eben hat ihn ein
Redakteur der „Tagesthemen" befragt, jetzt reicht ihm sein
Mitarbeiter das Telefon mit der Bemerkung: "Panorama" ist
dran.
Dem SPD-Landtagsabgeordneten und Vorsitzenden des
Innenausschusses ist nach der ersten gemeinsamen Sitzung von
Justiz- und Innenausschuss am Dienstag im Landtag der Kragen
geplatzt.
Er sei hochgradig lustlos, sagt Hey vor
laufenden Kameras, "weiterhin Sitzungen zu leiten, in denen
ständig darauf verwiesen wird, dass Nachfragen nicht
beantwortet werden können, weil der Generalbundesanwalt
gerade ermitteln würde". Seit mehr als acht Wochen
beschäftigt den Kommunalpolitiker die Neonazi‑Mordserie.
Klaus-Dieter Simmen unterhielt sich mit ihm zum Thema.
Ist es wirklich so frustrierend?
Das Faktensammeln erweist sich als sehr schleppend. Das ist
eine Seite. Die andere Seite ist, dass sich aus meiner Sicht
die Verantwortlichen zum Teil hinter den staatsanwaltlichen
Ermittlungen und denen des Generalbundesanwaltes verstecken.
Oftmals erfahren wir Details erst aus der Presse. Das Ganze
hat für mich mittlerweile kabarettistische Züge angenommen.
Was ja der Ernsthaftigkeit des Themas nun gar
nicht entspricht...
Richtig, aber leider
ist es so.
Wer ermittelt denn nun und
verhindert so wichtige Informationen?
Der
Generalbundesanwalt ermittelt in der Aufklärungssache
"Trio", abgeleitet von den drei Neonazis, das wissen wir.
Was wir aber nicht wissen und derzeit auch nicht erfahren:
Wo setzen seine Ermittlungen an? Schon beim Brand des
Wohnwagens in Stregda, in dem dann zwei erschossene
Bankräuber gefunden wurden, oder schon wesentlich früher?
jedenfalls kann sich Innenminister Geibert hinstellen und
sagen: In einem laufenden Verfahren gibt es keine Auskünfte.
Was wissen Sie überhaupt bisher konkret?
Herzlich wenig. Wir wissen, dass ein Trio über ein
Jahrzehnt durch Deutschland eine Spur von Raub und Mord
gezogen hat. Dass es Geld von Unterstützern bekam, wissen
wir auch. Wesentlich Neues erfahren aber selbst wir
Abgeordneten meist vorab aus den Zeitungen. Das Rätselraten
beginnt aber schon beim Wohnwagenbrand in Stregda. Die
Aussagen sind unterschiedlich. Es gibt Augenzeugen, die
berichten, dass kein Schuss gefallen sei. Andere wieder
sagen, irgendwer habe auf Polizeibeamte geschossen. Und
weshalb waren Feuerwehrleute eher am Wohnwagen als
Ermittler? Es gibt hunderte von Fragen, bei denen wir im
Dunklen tappen.
Führt das nicht dazu, den
ganzen Bettel einfach hinwerfen zu wollen?
Nein. Wir sind Volksvertreter und es ist unsere
Aufgabe, Licht ins Dunkel zu bringen. So schwierig sich das
auch gestalten mag. Ein Fortschritt mittlerweile ist, dass
Justiz- und Innenausschuss zum Thema gemeinsam zusammen
kommen. Bislang hat jeder sein Wissen für sich genutzt.
Was nutzt das, wenn das Ministerium mit Blick auf
laufende Ermittlungen mauert.
Ich denke,
wir kommen nicht um einen Untersuchungsausschuss herum. Ende
Januar tagt das Parlament. Dann wird sich eine Mehrheit
dafür entscheiden, da bin ich sicher.
Werden Sie Mitglied eines möglichen
Untersuchungsausschusses sein?
Ja, das hat
mir mein Fraktionsvorsitzender schon angedroht (lacht).
Und dort gibt es mehr und vor allem wirksame
Möglichkeiten, um an entsprechende Informationen zu kommen?
Sicher. Vorausgesetzt das Hauptanliegen des
Ausschusses wird so exakt formuliert, dass den Befragten
keine, aber wirklich keine Luft für Interpretationen
gelassen wird. Darauf setze ich meine Hoffnung.
Könnte Thüringen auf diese Weise
rehabilitiert werden?
Ach, sehen Sie, es
ist natürlich betrüblich, dass Thüringen so im Fokus steht.
Mich macht das auch sehr wütend, denn Unterstützer fand das
Trio bundesweit - und es lebte einen langen Zeitraum in
Zwickau, also in Sachsen. Die Behörden dort haben genauso
versagt.
An mangelnden Fähigkeiten kann es
kaum gelegen haben, wie die sächsischen Justizbehörden im
Fall von Pfarrer König aus Jena bewiesen haben.
Richtig. Da reiste ein ganzer Tross hochqualifizierter
sächsischer Polizeibeamter nach Thüringen, riegelte dort
sogar eine ganze Straße ab, um das Wohnhaus eines Pfarrers
zu durchsuchen, der gar nicht zu Haus war. Über welch
gigantische technische Mittel die Polizei verfügt, hat sie
ebenfalls in Sachsen unter Beweis gestellt. Massen von
Handydaten wurden bei den Gegendemonstranten eines
Naziaufmarsches überprüft und ausgewertet.
Sie meinen, wenn Polizei oder Verfassungsschutz gewollt
hätten, wäre dem Nazitrio rechtzeitig das Handwerk gelegt
worden?
Ich meine, dass die technischen und
personellen Voraussetzungen vorhanden sind. Warum sie nicht
genutzt wurden oder welche Umstände es verhindert haben,
müssen wir klären. Und zwar so schnell wie möglich. Davon
dürfen uns auch die Steine nicht abhalten, die uns in den
Weg gelegt werden.
Herr Hey, können Sie
ruhig schlafen?
Also ich gebe zu: je mehr
ich mich mit dieser Mordserie befasse, umso größere Probleme
habe ich immer öfter, in den Schlaf zu kommen.
Sie sind aus dem Gothaer Rathaus in den Erfurter
Landtag gewechselt. Fehlt Ihnen das rote
Rathaus von Gotha?
Ja, sehr sogar.
Andererseits bin ich froh darüber, dass es mir gelungen ist,
Gotha im Freistaat eine Stimme zu geben. Der Innenausschuss
ist nur ein Teil meiner Arbeit. Der Haushalt ist ein
weiterer - und hier konnte ich viel für Gotha zu tun.

Matthias Hey, geboren 1970 in Erfurt, ist
Vorsitzender des SPD-Stadtverbandes Gotha.
Bei den Landtagswahlen im August 2009 holte er das Wahlkreis-Direktmandat.
Im Landtag ist er Mitglied des Finanzausschusses und Vorsitzender des Innenausschusses.
Freitag, 13.01.2012
Auftakt zum Wahlkampf im Internet
Landratskandidat der SPD bei Facebook
Gotha.
Wer neue Wählergruppen ansprechen will, muss auch neue Wege
gehen", ist sich Uwe Walther, der Landratskandidat der SPD,
sicher. Deshalb hat er jetzt die offene Diskussionsgruppe
"Wahlkampf.Fair" bei Facebook gegründet.
Die Idee sei
eine Konsequenz aus der zuletzt aufgekommenen Diskussion
über anonyme Gruppenmitglieder im Internet. Dort wurden
Felix Elflein und Matthias Kaiser (beide CDU) wegen ihrer
Bundeswehrzugehörigkeit angegriffen (wir berichteten).
Walther will ab dem 27. Januar, dem Wahlkampfauftakt der
SPD, in dieser Gruppe jede Woche eine neue Frage zum Thema
"Wie weiter im Landkreis und in der Stadt Gotha?" nach den
Wahlen am 22. April stellen. Von Seiten der SPD habe sich
Sascha Bohn bereiterklärt, die Arbeit des Administrators zu
übernehmen. "Bohn ist als Politikwissenschaftler genau der
richtige Mann", sagt Walther.
Die Gruppe sei für alle
offen. Auch andere Parteien und Gruppierungen seien
eingeladen, sich zu beteiligen. "Wichtig ist, dass es dann
von jeder Seite einen Administrator gibt, die sich
untereinander verständigen können", betont Walther.
Gemeinsam solle darauf geachtet werden, dass Sitte und
Anstand beim Diskutieren eingehalten werden.
Eine
ähnliche Gruppe, gegründet vom Verein "Straßenblick", gibt
es in der Internetplattform Facebook bereits seit dem 30.
Oktober 2011.
Quelle: Wifi

Freitag, 13.01.2012
Jusos mit drei großen Vorhaben
Gotha. Die Jusos im Kreis Gotha, die
Nachwuchsorganisation der SPD, haben für 2012 drei große
Vorhaben. Das sagte Jusos-Vertreter Christian Theodor
während des Neujahrsfrühschoppens der Gothaer SPD: "Wir
wollen den Wahlkampf für Landrats- und Bürgermeisterwahlen
unterstützen. Außerdem bereiten wir für Mai ein Seminar vor,
das darauf zielt, junge Menschen in der Region zu halten."
Zudem wollen die Jusos ein eigenes kommunalpolitisches
Programm aufstellen.
Quelle: ck
Donnerstag, 12.01.2012
Kämpfen und Planschen
Thüringens Sozialministerin Heike
Taubert besuchte gestern auf SPD-Einladung Waltershausen und
Gotha.
Ziel der Visite waren das Bushido
Waltershausen und das im Umbau befindliche Stadtbad
VON MICHAEL
KELLER
Waltershausen/Gotha.
Minister verirren sich eher selten ins Bushido in
Waltershausen. Gestern jedoch hatte sich Thüringens
Sozialministerin Heike Taubert (SPD) angesagt. Ihr Weg ins
Karate-Bundesleistungszentrum am Gleisdreieck war von
Neugier geprägt. Sie wolle, so ihre Begründung, sich bei
ihrer Visite ansehen, was man in Waltershausen mit so
wenigen Mitteln auf die Beine stelle. Es sei, so ihr Fazit,
"beeindruckend". Karate nehme für sie zudem eine wichtige
Stellung beim Aggressionsabbau unter jugendlichen ein, so
Taubert.
1991 wurde das Bushido, was aus dem japanischen
übersetzt "Weg des Ritters" bedeutet, gegründet. Inzwischen
hat es sich zur Schmiede für die Jugend- und
Juniorennationalmannschaft der deutschen Karatka entwickelt.
Karate-Bundestrainer Klaus Bitsch bildet im Leistungszentrum
junge Menschen aus dem ganzen Bundesgebiet in der
traditionellen japanischen Kampfkunst aus.
Und es ist
nicht ungewöhnlich, dass man hier Europa- und Weltmeistern
begegnet. Waltershausen kann sich inzwischen rühmen, in
seinen Mauern den erfolgreichsten Karatesportklub
Deutschlands zu beherbergen. Und das mittlerweile schon
ununterbrochen im vierten Jahr in Folge.
Die Ministerin
konnte sich bei ihrem Rundgang überzeugen, wie schon die
Kleinsten mit Trainingsfleiß, Eifer und Begeisterung bei der
Sache sind. Die jüngsten sind sage und schreibe erst drei
Jahre alt. Zulauf hat das Bundesleistungszentrum Bushido
übrigens aus dem gesamten Bundesgebiet, so dass auch
Übernachtungsmöglichkeiten vorgehalten werden.
In der
Trainingsgruppe von Ali Mosavi, einem 21-jährigen Afghanen,
der im Bushido seit etwa einem Jahr die Kinder zwischen 6
und 13 Jahren trainiert, zeigte die zehnjährige Natalie Eis
dem ministerialen Besuch noch, wie man sich mit lauten
Kommandos in Kampfposition bringt. Erst dann führte der Weg
der Sozialministerin zur Station zwei, ins Gothaer Stadtbad.
Mit 3,6 Millionen Euro ist das Thüringer Sozialministerium
an der Finanzierung des Stadtbadumbaues beteiligt. Der
Gesamtetat liegt bei rund 16 Millionen Euro. Der Rohbau
steht, im Oktober soll bereits angebadet werden, wie Gothas
OB Knut Kreuch (SPD) verriet. Es sei, so der städtische
Hochbauamtsleiter Kersten Hollunder, "die komplexeste
Einzelbaumaßnahme der Nachkriegszeit in Gotha". 2009 wurde
der Startschuss gegeben, nachdem das alte Stadtbad 1986
außer Betrieb ging. Kreuch bezeichnete das Großprojekt als
eine "Riesenherausforderung".
Und er erinnerte daran,
dass 90 Prozent der älteren Gothaer hier das Schwimmen
erlernt haben. Nach Fertigstellung des 103 Jahre alten
Stadtbades wird das für die Kleinsten künftig in einem
eigens dazu im neuen Anbau angelegten Lehrbecken passieren.
Es schließt sich an das neue 25-Meter‑Becken an.
Das
Becken, in dem früher geplanscht wurde, wird im Altbau zu
einer Wellness-Oase umgebaut. Auch an einer großzügigen
Saunalandschaft wird es nicht fehlen. Nur das Vier-Jahreszeiten‑Schwimmbecken
zum Hinausschwimmen und die große Rutsche mussten aus
Kostengründen gestrichen werden.
Dass der Bedarf für eine
moderne Schwimmhalle gegeben sei, lasse sich jedes Jahr an
den 28 000 Teilnehmern am Schulschwimmen und 25 000 Nutzern
am Vereinsschwimmen ablesen, so der OB. Kreuch: "Die Gothaer
warten sehnsüchtig auf die Fertigstellung."
Mittwoch, 11.01.2012

2012 in Gü-We
Bürgermeister Frank Ritter engagiert sich
GÜ-WE. Nach einem ereignisreichen Jahr
2011, das nicht nur Günthersleben‑Wechmar sondern die ganze
Welt geprägt und nachhaltig beeinflusst hat, fängt nun ein
Jahr von vorne an. "2012 wird für die Gemeinde
Günthersleben-Wechmar ein Jahr sein, in der wir nachhaltig
die Entwicklung unserer Gemeinde planen bzw. weiter
vorantreiben. In diesem Jahr wird die Erweiterung der
Wohngebietes Siebengehege im Ortsteil Günthersleben ein
zentraler Punkt unserer Arbeit sein. Weiterhin wird nach
erfolgreichen Verhandlungen im Ortsteil Günthersleben eine
Bebauung der Authstraße möglich werden", so Bürgermeister
Frank Ritter und: "Beide Standorte sind wichtig um den
Bedarf an Bauplätzen gerecht zu werden. 2012 wird für die
Planung der Erweiterung der Kindertagesstätte
Sonnenschein im Ortsteil Günthersleben genutzt." Geht es
nach dem Willen des Bürgermeisters, sollen bereits 2013
Kinder ab einem Jahr auch in Günthersleben betreut werden.
Auch die Bebauung auf dem Gelände der ehemaligen Domäne im
Ortsteil Wechmar wird in diesem Jahr weiter verfolgt.
Gespräche mit potentiellen Investoren verlaufen laut
Bürgermeister Frank Ritter sehr positiv. Des Weiteren werden
auch in diesem Jahr die Vereine des Ortes nicht nur im
Rahmen der Jugendförderung mit allen zur Verfügung stehenden
Mittel, sowohl finanziell als auch materiell unterstützt.
Die älteren Mitbürger der Gemeinde werden auch 2012
regelmäßig vom Bürgermeister besucht um zu erfahren welche
Probleme sie haben und um das Leben im Ort noch angenehmer
und attraktiver zu gestalten.
Mittwoch, 11.01.2012

Blau-grüner Strom
Elektrizität aus norwegischer Wasserkraft erhellt die Grund‑
und Regelschule in Günthersleben-Wechmar
GÜ-WE. Wie kommt in einem norwegischen
Wasserkraftwerk erzeugter Strom in das fast 2000 km
entfernte Günthersleben-Wechmar? „Vermutlich gar nicht“,
musste Landrat Konrad Gießmann eingestehen, als er in der
vergangenen Woche das im Kreistag beschlossene neue Konzept
vorstellte. Aus ihm geht hervor, dass seit Jahresbeginn die
Schulen und Verwaltungsgebäude des Landkreises Gotha
ausschließlich mit Ökostrom versorgt werden.
Hintergrund:
Mit Ablauf des Jahres 2011 endete auch die geltenden
Lieferverträge. Es musste neu ausgeschrieben werden. In
dieser Ausschreibung, es war gefordert auf fossile und
atomare Stromerzeugung zu verzichten, konnten sich die
Stadtwerke Schwerin die Versorgung der hiesigen
Liegenschaften sichern. Mithilfe einer Zertifizierung weisen
die Schweriner Stadtwerke nach, dass ihr Stromeinkauf aus
den norwegischen Wasserkraftwerken Aura, Trollheim, Hogga
und Nedre Rossaga stammt und die elektrische Energie somit
zu 100 Prozent ohne fossile Brennstoffe oder Atomkraft
generiert wurde. für uns als Fraktion ist das ein großer
Tag", sagte Gabi Reichstein, Vorsitzende der
Kreistagsfraktion von SPD-Bündnis 90/Die Grünen. Ihre
Fraktion hatte den Antrag in den Kreistag eingebracht und
sieht sich jetzt in ihrer ökologischen Arbeit bestätigt.
Dass der Strom, der nun in Gü-We aus der Dose" fließt" grün
ist, garantieren die Zertifikate die sicherstellen, dass die
Anteile des so genannten grünen Stroms am gesamten Strommix
steigen.
Gut drei Prozent soll der grüne Strom teurer
sein. Weit mehr sollen allerdings die umfangreichen
Erneuerungen von Beleuchtungsanlagen in den Schulen über das
Konjunkturpaket 11 eingespart werden.
Strom aus
Norwegen? Egal, Hauptsache Öko sagen sich auch Kristin,
Kathleen, Theresa und Jennifer von der Klasse 10a, der
Landrat Konrad Gießmann und Gabi Reichstein, Vorsitzende der
Kreistagsfraktion von SPD-Bündnis 90/Die Grünen, das Konzept
vorstellten.
Dienstag, 10.01.2012
Erläuterungen zu den Straßennamen
30 Schilder sollen angebracht werden
Waltershausen. Für erklärende
Zusatzschilder an Straßenschildern will die Stadt
Waltershausen in diesem Jahr 3000 Euro ausgeben. Die
Erläuterungsschilder sind für Straßen mit Namen von
bedeutenden Persönlichkeiten mit Stadtbezug bzw.
historischen Begriffen vorgesehen. Einem entsprechenden
Antrag von SPD und Grünen folgte jetzt der Stadtrat,
informierte David Ortmann, der Fraktionsvorsitzende.
"Mit
Straßennamen wird häufig an historische Gegebenheiten oder
historische Persönlichkeiten erinnert", erläuterte Ortmann
das Vorhaben. Bisher bleibe die Frage meist offen, worauf
der jeweilige Straßenname eigentlich hinweist. Die
Bremerstraße in Waltershausen zum Beispiel habe nichts mit
der Stadt Bremen zu tun. Brem sei vielmehr ein historischer
Begriff für ein Waldgebiet.
Laut Stadtverwaltung handele
es sich in Waltershausen um gut 30 Straßen, die nun mit den
entsprechenden Erläuterungsschildern ausgestattet werden
sollen. Eine entsprechende Liste mit relevanten Straßennamen
liege bereits vor. Gerechnet werde mit einem Bedarf von rund
5000 Euro, die bis 2013 ausgegeben werden sollen.
Montag, 09.01.2012
Lehrer will Politiker werden
Uwe Walther, SPD-Landratskandidat,
stellte beim Neujahrsfrühschoppen seiner Partei seinen
Wahlwerbefilm vor. Knut Kreuch sieht Zukunft Gothas nur
gesichert, wenn er Oberbürgermeister bleiben kann
VON CLAUDIA KLINGER
Gotha. Ein Thema bestimmte alle Reden
und viele Gespräche beim traditionellen Neujahrsfrühschoppen
des SPD-Ortsvereins Gotha am ersten Samstag im Januar im
"Berggarten". Der Wahltag am 22. April dieses Jahres. Dann
werden der Gothaer Landrat und der Gothaer Oberbürgermeister
sowie die Bürgermeister der Städte Waltershausen,
Friedrichroda, Ohrdruf und Tambach-Dietharz sowie der
Gemeinden Tabarz, Hörsel und Bufleben neu gewählt.
Neue
Wege im Wahlkampf geht SPD-Landratskandidat Uwe Walther -
mit kleinen Filmen, die er auf seiner Internetseite und in
sozialen Netzwerken zeigen will, "um Neues zu bieten und
auch junge Leute zu gewinnen", wie er sagte. Ausschnitte
präsentierte er am Samstag bereits seinen Parteifreunden -
und die spendeten dafür Beifall.
Der Wahlkampf mache ihm
Spaß, und er sei stolz darauf, als Kandidat antreten zu
dürfen, so Walther. "Wir brauchen einen Gestalter und
Politiker an der Spitze des Landkreises und keinen
Verwalter! Und ich will am 22. April Politiker werden",
sagte Walther, der zurzeit als Berufsschullehrer in Erfurt
arbeitet. Er wisse zwar, dass er sich damit eine neue
Tätigkeit aussuche, die in der Beliebtheitsskala der
Deutschen nur auf Platz 30 rangiere - "Lehrer bringen es
immerhin auf den 8. Platz". Aber er nehme diese
Verschlechterung gern in Kauf, um für den Landkreis Gotha
Zukunft entwickeln zu können. "Wir müssen das Landratsamt
wieder sozialdemokratisch besetzen", forderte auch Gothas
SPD-Ortsvereinsvorsitzender Matthias Hey, der zudem Mitglied
des Landtages ist. Er wie auch SPD-Kreisvorsitzende Petra
Heß und Gothas Oberbürgermeister Knut Kreuch erinnerten
daran, wie wichtig es sei, die Menschen zu bewegen, wählen
zu gehen. "Da müssen wir viel Überzeugungsarbeit leisten und
unsere Erfolge offensiv kommunizieren. Denn wenn die Gothaer
mich weiter
als Oberbürgermeister wollen, müssen sie mich
auch wählen, und zwar gleich im ersten Anlauf, denn auf eine
Stichwahl lasse ich es nicht ankommen", so Knut Kreuch.
"Eine Stadt entwickelt sich durch das Mittun der Menschen,
das praktizieren wir bereits erfolgreich in den vergangenen
Jahren. Aber ohne mich an der Spitze hat Gotha keine
Zukunft!", rief Kreuch in den Saal. "Ich will weiter voll
powern für diese Stadt und dabei die Leute mitnehmen. Wir
sind der Motor von Westthüringen und müssen in dieser
Funktion stark sein, sonst werden wir bei einer in den
nächsten Jahren wahrscheinlichen Gebietsreform in Thüringen
untergebuttert,“ blickte der Oberbürgermeister voraus. Wenn
Gotha auch in Zukunft Kreisstadt bleiben soll, müsse dafür
schon jetzt etwas getan werden. Er strebe deshalb mehr
Partnerschaft mit dem Umland an. „Die Gemeinden im Nordkreis
haben Potenzial für die Stadt Gotha", ist Kreuch überzeugt.
"Mir wird ja immer vorgeworfen, dass ich nur Kultur kann.
Aber wenn wir die Gästezahlen in den Museen steigern, mehr
Übernachtungen und einen großen Erfolg mit dem Thüringentag
haben, dann stärkt das auch unsere Wirtschaft. Und mir ist
es wichtiger, Firmen mit gut bezahlten Arbeitsplätzen
anzusiedeln als Unternehmen, die viele Niedriglohn‑Stellen
bieten", so Knut Kreuch.
Er habe übrigens bereits Pläne
für Gotha bis 2025. "Welche Themen die Jahre bis dahin
bestimmen sollen, verrate ich aber erst am 22. April abends
- und nur, wenn fest steht, dass ich die Wahl gewonnen
habe."
Freitag, 06.01.2012
Sauberer Strom aus Norwegen
Schulen und Verwaltungsgebäude des Landkreises
beziehen seit dem 1. Januar nur noch Ökostrom aus
Nordeuropa.
Landrat stellte die Neuerung gestern in der
Burgenlandschule im Rahmen einer Unterrichtsstunde vor
VON MICHAEL KELLER
Günthersleben-Wechmar. Der Strom, der
seit dem 1. Januar alle Schulen und Verwaltungsgebäude im
Landkreis Gotha mit Elektroenergie versorgt, ist komplett
atomfrei. Das hatte der Kreistag im April 2011 mehrheitlich
nach kontroverser Diskussion so beschlossen und damit einem
Antrag der Fraktion SPD-Bündnis 90/Die Grünen zugestimmt.
Wie das System mit dem sauberen Ökostrom funktioniert,
wollte Landrat Konrad Gießmann (CDU) gestern in der
Burgenlandschule einer 10. Klasse im Physikunterricht
nahebringen.
Zwölf Schüler, zehn Gäste. Auch so kann man
ein Klassenzimmer füllen. Den Landrat begleitete u.a. Gabi
Reichstein, die Fraktionsvorsitzende von SPD-B90/Die Grünen,
die nochmals daran erinnerte, dass der Kreistagsbeschluss
dem Nachdenken über die Atomkatastrophe in Fukushima
geschuldet war. Da ohnehin die Stromverträge neu
ausgeschrieben werden mussten, habe die Fraktion auf
Ökostrom gedrungen. Es habe, so Reichstein, dann selbst nach
dem Beschluss nicht wenige Probleme - auch in der
Kreistagsverwaltung - bei dessen Umsetzung gegeben. In einer
Erklärung wies gestern auch Uwe Walther, Landratskandidat
der SPD, in dem Zusammenhang darauf hin, dass gerade Landrat
Konrad Gießmann damals "mit allen Mitteln" gegen den Antrag
gekämpft habe.
Ungeachtet dessen, Gießmann brachte den
Schülern im Unterricht die Neuerung nahe und bezeichnete sie
als "guten Start ins Jahr der erneuerbaren Energien 2012".
Der Kreis bekommt nun seinen Ökostrom nach europaweiter
Ausschreibung von den Schweriner Stadtwerken, die ihn
wiederum von vier norwegischen Wasserkraftwerken beziehen.
Garantiert frei von Atomtechnologie und fossilen
Brennstoffen. Anhand einer Zertifizierung werde die Echtheit
des grünen Stroms sichergestellt.
Der Schuldoppelstandort
in Günthersleben-Wechmar benötigt allein 140 000
Kilowattstunden Strom pro Jahr und ist damit einer der
größten Stromverbraucher in Trägerschaft des Landkreises.
Der gesamte Kreis braucht in seinen Gebäuden 3,5
Gigawattstunden Strom. Rund 710 000 Euro schlugen dafür
bislang zu Buche. Durch die Umstellung auf Ökostrom kommen
nochmals drei Prozent an Mehrkosten hinzu. Doch durch die
Investitionen aus dem Konjunkturpaket 11 konnten neue
Beleuchtungsanlagen in Betrieb genommen werden, die den
Gesamtstromverbrauch deutlich reduzieren würden, so der
Landrat. Begeistern konnte er die Schüler dennoch nicht so
recht. Auf Befragen erklärten mehrere, ihnen sei letztlich
egal, ob der Strom für den täglichen Gebrauch sauber wäre.

Dienstag, 03.01.2012
SPD startet ins Wahljahr
Gotha. Beim traditionellen
Neujahrsfrühschoppen des SPD-Ortsvereins Gotha im Berggarten
am Samstag, dem 07. Januar 2012, soll der Startschuss für
das Wahljahr 2012 fallen. Das sagte der Vorsitzende des
SPD-Ortsvereins Gotha, Matthias Hey, der auch
Landtagsabgeordneter ist. „Wir erwarten deshalb auch die
Kreisvorsitzende Petra Heß, Vertreter der Landespolitik, die
Jusos und natürlich unseren Landratskandidaten Uwe Walther
sowie den OB-Kandidaten Knut Kreuch“, so Hey. Beide wurden
Reden halten.
Quelle: ck
Dienstag, 03.01.2012
Vortrag über Gotha
Gotha. Zu einem Vortrag von
Oberbürgermeister Knut Kreuch(SPD) über „Das, was Gotha war,
was Gotha ist und was Gotha sein könnte“ lädt der Verein
Komm-Pott-Pora ein für Mittwoch, 4. Januar 18:00
Uhr, in den Speisesaal der Baugesellschaft Gotha mbH,
August-Creutzburg-Straße 2. Der Eintritt ist frei.
Zum Inhalt: Gotha ist eine Stadt mit einer einzigartigen
Geschichte in Europa und Deutschland. Neben bedeutsamen
Innovationen auf dem Gebiet der Naturwissenschaften und der
Künste war Gotha mit Weimar die West-Ost-Drehscheibe der
Aufklärung und damit wichtigstes Bindeglied im Herzen des
modernen Europas. Zudem war Gotha über viele Jahrhunderte
Impulsgeber in den Bereichen Pädagogik, Bildung und
Sozialpolitik.
Samstag, 31.12.2011
SPD Tabarz votierte
einstimmig
Matthias Klemm
kandidiert als Bürgermeister
Tabarz (c. theodor) Um für die Bürgerinnen
und Bürger der Gemeinde das entscheidende Zeichen zu setzen,
hat der SPD-Ortsverein Tabarz mit Unterstützung der starken
Fraktion des Gemeinderates Matthias Klemm am 21. Dezember
2011 einstimmig zur Wiederwahl als Bürgermeister für den 22.
April 2012 nominiert.
Herr Klemm bedankte sich für das
Vertrauen und gesagte: "ich möchte sehr gerne auch weiterhin
Bürgermeister dieser wunderschönen Gemeinde bleiben. Ich bin
bereit, die Gemeindeverwaltung auch zukünftig fachgerecht
und transparent zu führen und nach wie vor gute Ideen zu
entwickeln, um diese gemeinsam mit dem Gemeinderat
umzusetzen. Positive Veränderungen lassen sich am besten
realisieren, wenn man bereit ist, selbst zu handeln."
Samstag, 31.12.2011
Tradition des SPD-Kreisverbandes
Kinderaugen strahlten bei
so vielen Geschenken
Landkreis Gotha (uw) ‑ Zum wiederholten Male
konnten sich die Kinder der Kinderheime "Haus am Wald" und
"Klostermühle" der SUNSHINEHOUSE gGmbH über Geschenke des
SPD-Kreisverbandes Gotha zu Weihnachten freuen.
Während
einer Weihnachtsfeier am 23. Dezember 2011 übergaben diese
die Weihnachtsfrau und Kreisverbandsvorsitzende Petra Heß an
die zwanzig Kinder. Zuvor hatten die Kinder ihre Wünsche
gemeinsam mit den Erzieherinnen und Erzieher auf einen
Wunschzettel geschrieben. Vom Rodelschlitten, bis zum
Aquarellmalset war alles dabei. Möglich wurden diese
Geschenke durch die Unterstützung der VR Bank Bad
Salzungen-Schmalkalden eG, der Firma Roststern Thörey und
dem Erlös aus der Tombola während der Weihnachtsfeier des
SPD-Kreisverbandes am 10. Dezember 2011. Bei Kakao, Kaffee
und selbstgebackenen Plätzchen verbrachten danach die
Kinder, Erzieherinnen und Erzieher zusammen mit den Gästen
noch eine schöne Zeit. Von Seiten der SPD waren der
Landtagsabgeordnete Dr. Werner Pidde, die
Fraktionsvorsitzende Gabi Reichstein und der
Landratskandidat Uwe Walther mit dabei. Alle wollen im
nächsten Jahr wieder kommen, wenn es heißt: Bedürftigen
Kindern eine schöne Weihnachtszeit bereiten.
Dienstag, 27.12.2011
Willkommene Geschenke
Landkreis. Zum wiederholten Male
konnten die Kinder der Kinderheime „Haus am Wald“ Tabarz und
„Klostermühle“ Reinhardsbrunn der Sunshinehouse gGmbH über
Geschenke des SPD-Kreisverbandes Gotha zu Weihnachten
freuen.
Während der Weihnachtsfeier am 23. Dezember
übergaben diese Weihnachtsfrau und Kreisvorsitzende Petra
Heß, an die 20 Kinder teilte gestern der SPD-Kreisverband
mit.
Zuvor hatten die Kinder ihre Wünsche mit den
Erzieherinnen und Erziehern auf einen Wunschzettel
geschrieben. Vom Rodelschlitten bis zum Aquarellmalset war
alles dabei.
Möglich wurden diese Geschenke zum Beispiel
durch den Erlös einer Tombola während der Weihnachtsfeier
des SPD-Kreisverbandes am 10. Dezember 2011.
TRADITION DES GOTHAER SPD-KREISVERBANDES
FORTGESETZT (erschienen Thüringen-Reporter_online)
Kinderaugen strahlten bei so
vielen Geschenken

Zum wiederholten Male konnten sich die Kinder der
Kinderheime „Haus am Wald“ und „Klostermühle“ der
SUNSHINEHOUSE gGmbH über Geschenke des SPD-Kreisverbandes
Gotha zu Weihnachten freuen. Während einer Weihnachtsfeier
am 23. Dezember 2011 übergaben diese die Weihnachtsfrau und
Kreisverbands-vorsitzende Petra Heß an die zwanzig Kinder.
Zuvor hatten die Kinder ihre Wünsche gemeinsam mit den
Erzieherinnen und Erzieher auf einen Wunschzettel
geschrieben. Vom Rodelschlitten bis zum Aquarellmalset war
alles dabei. Möglich wurden diese Geschenke durch die
Unterstützung der VR Bank Bad Salzungen-Schmalkalden eG, der
Firma Roststern Thörey und dem Erlös aus der Tombola während
der Weihnachtsfeier des SPD-Kreisverbandes am 10. Dezember
2011.
Bei Kakao, Kaffee und selbstgebackenen
Plätzchen verbrachten danach die Kinder, Erzieherinnen und
Erzieher zusammen mit den Gästen noch eine schöne Zeit. Von
Seiten der SPD waren der Landtagsabgeordnete Dr. Werner
Pidde, die Fraktionsvorsitzende Gabi Reichstein und der
Landratskandidat Uwe Walther mit dabei. Alle wollen im
nächsten Jahr wieder kommen, wenn es heißt: Bedürftigen
Kindern eine schöne Weihnachtszeit bereiten.
Auf dem
Bild: Die Gothaer SPD-Kreisvorsitzende Petra Heß als
Weihnachtsfrau.
Samstag, 24.12.2011
Zwei Jahre Schwarz-Rot
Landtagsabgeordneter Dr. Werner Pidde zieht
Zwischenbilanz
Gotha (kk)
- "Thüringen ist mit uns stärker geworden", zog Dr. Werner
Pidde Zwischenbilanz. "Wir sind in finanziell schwieriger
Zeit gut voran gekommen und haben die SPD zur treibenden
Kraft der Koalition gemacht."

Der
Landtagsabgeordnete hatte die SPD-Mitglieder des Südkreises
zu einer Wahlkreiskonferenz eingeladen. Er verwies in seiner
Rede auf die sichtbare Verbesserung der Arbeit der
Kindergärten sowie die neue Thüringer Gemeinschaftsschule.
"Wir haben im Freistaat die Möglichkeit für längeres
gemeinsames Lernen bis Klasse 8 geschaffen und setzen auf
bessere individuelle Förderung der Kinder" so Pidde. Er
erläuterte den Gästen die neu gestaltete
Wirtschaftsförderung und die neue Energiepolitik, die
konsequent auf das Potential erneuerbarer Ressourcen
abzielt. Die Sozialdemokraten haben in den zurückliegenden
zwei Jahren als Koalitionspartner Kompromisse machen müssen,
haben aber auch dafür gesorgt, dass es in Thüringen sozialer
und gerechter zugeht. Pidde verwies auf die Erfolge bei der
notwendigen Haushaltskonsolidierung, aber auch auf die zähen
Verhandlungen zur Verwaltungs- und Gebietsreform. In der
sich anschließenden Diskussion im gut gefüllten Saal der
Gaststätte Friedenstein in Waltershausen wurde die
Problematik der Beitragsbelastung der Grundstücksbesitzer
angesprochen. Zahlreiche Wortmeldungen betrafen die
zukünftige Entwicklung der Grundschulhorte und Fragen zur
aktuellen Nazi-Szene in Thüringen.
Foto: Dr. Werner Pidde, Kreisvorsitzende Petra Heß und
Landratskandidat und stellv. Kreisvorsitzender Uwe Walther.
Landratskandidat Uwe Walther berichtete, dass er bei seinen zahlreichen Gesprächen und den vielen Veranstaltungen deutlich spürt, dass viele Menschen eine andere Politik für den Landkreis Gotha wünschen. Er verwies auch auf seinen offenen Brief an den Sprecherrat der Bürgerinitiativen und Solidargemeinschaften. Er wird bis April weiter kämpfen und mit den Menschen vor Ort sprechen, um zu wissen, wo ihnen der Schuh drückt. Die SPD-Kreisvorsitzende Petra Heß informierte über den im Januar 2012 in Friedrichroda stattfindenden Kreisparteitag. Dort wird turnusmäßig ein neuer Kreisvorstand gewählt. Nach der Veranstaltung ließen die Waltershäuser Sozialdemokraten den Abend bei "einem Glas" ausklingen und bewerteten die Wahlkreiskonferenz als sehr informativ und als gelungenen Abend.

Samstag, 24.12.2011
SPD nominiert Matthias Klemm
zur Bürgermeisterwahl
Tabarz. Die Tabarzer SPD hat den
amtierenden Bürgermeister, Matthias Klemm (SPD), einstimmig
für die Bürgermeisterwahl im kommenden Jahr nominiert.
Darüber informierte Christian Theodor, stellvertretender
Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Tabarz und Vorsitzender der
SPD-Fraktion im Gemeinderat. Klemm habe sich in den
vergangenen zwölf Jahren mit großem persönlichen Einsatz und
fundiertem analytischem Fachwissen das Vertrauen und den
Rückhalt in Tabarz erarbeitet. Theodor: "Abitur, eine solide
kaufmännische Ausbildung, ein wirtschaftswissenschaftliches
Studium, zwölf Jahre kommunale Verwaltungserfahrung sowie
zahlreiche Verwaltungs-Fachseminare, kombiniert mit
kreativen Ideen sind die beste Basis für die weitere
positive Entwicklung unserer Gemeinde." Klemm habe bereits
bewiesen, dass er bereit und in der Lage ist, eine dauerhaft
sparsame und solide Finanzpolitik für die Gemeinde
durchzusetzen. Die von ihm angekündigten Investitionen, die
vom Gemeinderat mitgetragen wurden, seien realisiert worden.
Mittwoch, 21.12.2011
SPD verteilt Geschenke
Tombolaerlös für
„Haus am Wald“
Gotha. Die Erlöse von zwei
Veranstaltungen der Mitglieder des SPD- Kreisverbandes Gotha
kommen sozialen und kulturellen Zwecken zu Gute. So heißt es
in einer gestern verbreiteten Pressemitteilung. Am Samstag,
dem 10. Dezember, fand die Weihnachtsfeier des SPD-
Kreisverbandes statt. Mit einer großen Tombola wurden nicht
nur die Parteimitglieder beschert. Vielmehr sollen auch die
Einnahmen beitragen, den neunzehn Kindern im „Haus am Wald“
in Tabarz das Weihnachtsfest zu verschönern. Der
Kreisverband übergebe traditionell einen Tag vor Heiligabend
die Geschenke mit einem
SPD-Weihnachtsmann an die
Kinder.
Ebenfalls am
10. Dezember fand die Veranstaltung „Walther kocht Gothaer
Schmarrn“ im Rahmen von „Gotha kocht“ statt. Die Erlöse des
Abends kommen den Vereinen „Gotha glüht“ und „Netzwerk
Gotha“ zugute.
Der Wechmarer Uwe Walther, der von der SPD
als Landratskandidat nominiert wurde, will sich damit bei
beiden Vereinen für die gute Arbeit in diesem Jahr bedanken,
heißt es abschließend.
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